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Christian Tischner

07.10.2026 Sitzungen 8/56

Frage der Abgeordneten Gerbothe (CDU)

Vielen Dank, Frau Abgeordnete, für die Frage zur beruflichen Bildung, in der Tat eine ganz wichtige Säule. Nicht nur in Thüringen, sondern auch deutschlandweit mit dem dualen System, das wir in Deutschland haben, haben wir, glaube ich, ein internationales Aushängeschild. Dann kommt natürlich den Ländern eine große Verantwortung zu, dafür auch die entsprechende Qualität und das entsprechende Netz vorzuhalten. Zum Thema „Netz“ kann ich sagen, dass wir derzeit vorbereiten die Gespräche für die Schulnetzplanungen im berufsbildenden Bereich von 2028 bis 2034, also für die kommenden sechs Jahre. Wir sind dort im Grunde jetzt so aufgestellt, dass es keine wesentlichen Netzänderungen aus unserer Sicht geben muss. Im Wesentlichen sind das natürlich auch Entscheidungen, die die Schulträger treffen. Die meisten Schulträger haben sich glücklicherweise, sinnvollerweise auf den Weg gemacht und haben Berufsschulverbünde, Berufsschulzentren entwickelt. In den wenigen Landkreisen, wo es noch drei, vier einzelne Berufsschulstandorte gibt, ohne dass sie im Zentrum zusammen sind, glaube ich, ist man auch dran zu gucken, dass man das zusammennimmt, um Synergien zu heben, aber die Standorte in der Fläche auch zu erhalten. Wir sind bei der Demografie bei den berufsbildenden Schulen glücklicherweise die Letzten, die dann dran sind. Die Kindergärten trifft es zuerst und die berufsbildenden Schulen trifft es dann erst in 10, 15 Jahren. Aber natürlich muss man dann auch weit vorausschauen. Wir denken beispielsweise bei der Berufsausbildung auch stark in Y-Modellen, dass man also in den ersten Jahren der Ausbildung gemeinsam, ich sage mal, die Metallbauer oder die Holztechniker, also Metallbauer für sich, Holztechniker für sich und dann spezialisiert Tischler, Zimmerer, je nachdem was man dann dachte, was man dann so hat. Also Y-Modell kann da ein Modell sein. Das wird natürlich intensiv mit den Schulträgern besprochen. Wenn Sie nach den Lehrerinnen und Lehrern fragen – in der Tat ist es so, dass der berufsbildende Bereich schon immer von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern gelebt hat. Ich glaube, das ist für dieses System sogar auch gut und richtig, dass immer mal wieder ein Praktiker in die Schule hineinkommt, der auch 20 Jahre lang so ein Auto gebaut hat und dann den Lehrlingen mit einer gewissen typischen Art, die er vielleicht mitbringt, sein Wissen vermittelt. Ansonsten sind wir gerade mit der Universität Ilmenau oder auch mit der Universität Erfurt dazu im Gespräch, dass wir bedarfsorientierte Ausbildungen bei den berufsbildenden Kolleginnen und Kollegen machen. In dem Bereich ist natürlich auch eine regelmäßige Fortbildung wichtig. Deswegen sind wir ja auch dabei, das Fortbildungssystem für die Lehrerinnen und Lehrer zu stärken, die zweite und dritte Phase der Lehrerbildung weiterzuentwickeln. Wir würden gern dem Parlament demnächst auch dazu ein Gesetz vorschlagen, um die zweite und dritte Phase der Lehrerbildung im Sinne auch von Lehrerqualifizierung nach vorn zu entwickeln. Da wird die berufliche Bildung auch eine Rolle spielen.

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