Christian Tischner
Regierungsbefragung Teilnehmende Mitglieder der Landesregierung: Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Herr Christian Tischner Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt und Chef der Staatskanzlei, Herr Stefan Gruhner
Dann nutze ich das gern, wenn die Staatskanzlei uns den Vortritt lässt. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir freuen uns sehr, Ihnen heute wieder Rede und Antwort zu den Themen zu stehen, die uns im Bildungs-, Wissenschafts- und Kulturministerium interessieren, bewegen und beschäftigen. Ich sage immer gern, das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur ist das Zukunftsministerium, weil wir uns in diesem Ministerium mit den Themenfeldern beschäftigen, die in einer besonderen Art und Weise auf die Zukunftsfähigkeit unseres Freistaats Thüringen einzahlen, mit den Bereichen der frühkindlichen Bildung, der schulischen Bildung, der beruflichen Bildung, der Wissenschaft und Forschung – wir haben gerade in der Debatte davor dazu gesprochen – und der Kultur. Jetzt könnte der ein oder andere sagen, die Kultur, das ist ja das, was in der Vergangenheit liegt. Im Gegenteil: Die Kultur ist das, was unsere Gegenwart prägt und unsere Identität ausmacht. Wir haben in den verschiedenen Bereichen im vergangenen Jahr wieder große Schritte nach vorn getan, beispielsweise mit Blick auf die Unterrichtsversorgung. Klar, wir sind noch nicht am Ziel dessen, wo wir hinmöchten. Noch immer fällt zu viel Unterricht in unseren Schulen aus. Besonders einige Schularten sind davon betroffen. Aber es ist gemeinsam gelungen, mit den Schulämtern, mit den Schulen, den Unterrichtsausfall im Durchschnitt von 12 Prozent im Jahr 2024 auf nun 9 Prozent zu bekommen. Es ist uns auch gelungen, dass die offenen Stellen, die wir im Lehrerbereich haben, halbiert wurden. Es gibt nicht mehr 1.000 offene Stellen, sondern zurzeit 500 offene Stellen. Auch das ist immer noch zu viel, aber der Weg geht in die richtige Richtung. Wir sind im frühkindlichen Bereich dabei, haben das ja auch mehrfach hier im Landtag schon diskutiert, entsprechende Entscheidungen zu treffen, um der Demografie gerecht zu werden, aber eben auch der Qualität. Wir sind im Wissenschaftsbereich dabei, die Strukturen für die nächsten sieben Jahre festzuzurren. Das ist mit einem Verfahren hier im Thüringer Landtag verbunden, die Hochschulrahmenvereinbarung, das Stichwort ist heute gefallen. Sicherlich werden vielleicht auch jetzt gleich noch ein paar Nachfragen zu diesem Themenkomplex kommen. Zum Thema „Erfolg der Friedrich-Schiller-Universität im Exzellenzprozess“ haben wir eben ausgeführt. Im Bereich der Kultur bin ich froh, dass wir trotz angespannter Haushaltssituation eine Situation für die Kulturlandschaft erreicht haben, die Verlässlichkeit gibt, die vielleicht nicht die großen Sprünge ermöglicht, aber die Verlässlichkeit vor allem in der Breite gibt. Das ist bei den großen Kulturinstitutionen wie der Klassik Stiftung, der Wartburg-Stiftung, der Thüringer Schlösserstiftung gelungen, aber eben auch im Kleinen wie beispielsweise im Bereich der Soziokultur. Da will ich nur das Thema der kulturellen Knotenpunkte herausgreifen, die wir auch bis zum Jahr 2029 nun sichern konnten. Sie sehen, die Themen sind breit. In dem Sinne freue ich mich auch gleich auf Ihre Nachfragen. Vielen Dank.
(Beifall Thüringen.Gerecht)
