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Dr. med. Cornelia Urban

SPD 25.06.2026 Sitzungen 8/48

Medizinische Versorgung sichern – Heilmittelerbringer stärken – Weiterbildungsförderung bedarfsgerecht ausbauen

Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Kollegen, ich möchte gleich bei der letzten Nachfrage der Präsidentin ansetzen, der Ausschussüberweisung Ihres Antrags. In Ihrem Antrag geht es um die Heilmittelerbringer, also hauptsächlich Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten, Podologen, Ernährungstherapeuten. Falls es Ihnen entgangen sein sollte, manchmal ist das ja bei einer so großen Fraktion vielleicht auch ein bisschen schwierig mit der Kommunikation – wir haben es da ein bisschen leichter –, es gibt bereits einen Antrag zu dieser Fachgruppe – so möchte ich es mal nennen – oder zu den Heilmittelerbringern in besagtem Ausschuss. Wir haben genau darüber letzten Donnerstag in dem Ausschuss auch gesprochen. (Beifall CDU) Ich kann mich an keine einzige Wortmeldung von Ihrer Seite erinnern. Insofern verstehe ich nicht, wie intensiv Sie über ein Thema reden möchten, wenn Sie sich noch nicht einmal mit einer Wortmeldung zu einem Thema melden, was Ihnen wichtig ist, wie Sie sagen, wozu Sie einen neuen Antrag formuliert haben, den Sie auch, glaube ich, relativ spät eingereicht haben, nachdem bereits auch im Ausschuss dieses Thema gesetzt war. An dieser Stelle, wenn ich das so erlebe, habe ich das Gefühl – und ich hoffe, ich trete Ihnen da jetzt nicht zu nahe –, das ist reine Schaufensterpolitik, das ist reine Polemik und das ist am Ende auch ein Spielen mit den Nöten und den Sorgen der Therapeuten und vor allen Dingen auch der Patienten. Denn sie haben recht, wir haben ein Problem. Wir haben das Problem, dass es viel zu wenig Therapeuten gibt und dass genau diese Felder der Therapie, nämlich Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie, ein ganz wichtiger Bestandteil der medizinischen Behandlung sind. Diese Therapien – es geht nicht immer nur um Medikamente oder um Operationen, sondern es geht eben auch darum, Menschen in ihrer Alltagskompetenz wieder zu stärken. Zu stärken, wenn man einen Unfall hatte und nicht mehr laufen kann und die Muskulatur schwächer ist. Oder Sie sagten Schlaganfall, wenn also jemand einen Schlaganfall hatte und mit einmal nicht mehr so deutlich sprechen kann oder die Wörter nicht findet oder vielleicht die Feinmotorik bei einem Kind nicht stimmt, was aufwächst und eigentlich schon mit Schere arbeiten und schreiben sollen könnte und trotzdem das feinmotorisch nicht hinbekommt. Am Ende geht es um das Leben der Menschen, darum, das Leben besser zu machen und Teilhabe zu ermöglichen, Lebensqualität zu verbessern und auch Gesundheitskompetenzen zu vermitteln. Alles wichtige Themen und das ist etwas, was wir in jedem Fall nicht nur abdecken müssen, sondern es ist eine Säule in unserem Gesundheitssystem, die wir stärken müssen. Nur liegt das Problem eben nicht allein in der Frage von Weiterbildung, sondern das Problem liegt darin, dass wir eben auch aufgrund des demografischen Wandels oder auch aufgrund der vielleicht über Jahre nicht genug beworbenen Attraktivität dieser wirklich auch schönen Berufe deutlich zu wenig Menschen haben, die in diesen Berufen arbeiten wollen, deutlich zu wenig Auszubildende haben. Deswegen haben wir das auch als Thema in unseren Koalitionsvertrag geschrieben. Wir haben uns fest vorgenommen, dass wir hier nachbessern, dass wir hier als Land aktiv werden. Unser Antrag, den wir im Ausschuss zurzeit beraten, der zunächst erst mal viele Fragen an die Landesregierung enthält, soll am Ende auch die Basis dafür bilden. Denn es hilft immer, erst mal klar zu sehen, ehe man einfach aktionistisch Überschriften formuliert. Deshalb, lassen Sie es mich vielleicht noch mal so positiv formulieren: Die Tür steht offen, in dem zuständigen Ausschuss wird bereits über dieses Thema diskutiert. Ich lade Sie herzlich ein, sich daran zu beteiligen. Dann können wir vielleicht noch mal – es ist ja so, es hilft manchmal, auch durch die Brille des anderen zu schauen. Aus meiner Sicht sollte man eben am Anfang anfangen und nicht am Ende. Vielleicht können wir uns ja am Ende auch in der Mitte einigen. In jedem Fall hoffe ich, dass wir dann gemeinsam hier fachorientiert den Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten und allen anderen Heilmittelerbringern helfen können, dass sie in ihrer Arbeit unterstützt werden und dass am Ende die Patienten auch davon profitieren werden, dass wir hier eine gute Arbeit machen. Danke schön. (Beifall CDU, BSW, SPD)

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