Nadine Hoffmann
Einsatz von Wärmebilddrohnen zum Schutz von Wildtieren unterstützen – Rettung von Rehkitzen, Junghasen und anderen Wildtieren bei der Mahd in Thüringen stärken
Sehr geehrte Frau Präsidentin, Kolleginnen und Kollegen, liebe Zuschauer, wer hätte gedacht, dass der Plenarsaal der kühlste Ort in diesem Landtag ist. Aber jetzt zum Thema: „Wer einmal ein Rehkitz mit abgemähten Beinen gesehen hat, das versucht aufzustehen und seine Mutter zu suchen, wird verstehen, dass schon ein ausgemähtes Rehkitz eins zu viel ist“, sagt Dr. Andreas Kinsa, stellvertretender Leiter Natur- und Artenschutz der Deutschen Wildtier Stiftung. Um den Mahdverlust so gering wie möglich zu halten, gibt es vielerlei einfache und praktikable Techniken. Sehr bewährt hat sich der Einsatz von Drohnen. Neben diesen einfachen Maßnahmen ist die Zusammenarbeit zwischen Jägern und Landwirten von großer Bedeutung. Diese Zeilen, die ich gerade genannt habe, stehen auf der Internetseite des Landesjagdverbands. Mein Onkel, Tierarzt und Jäger, drückte es mit drastischeren Worten aus, als er mir schon vor Jahren sagte, dass man die Schreie eines bei der Mahd verletzten Kitzes und die Rufe seiner Mutter nie mehr vergessen wird. Diese Worte habe ich wiederum nicht vergessen und war spätestens von da an für die Thematik sensibilisiert. Auch deswegen hat die AfD-Fraktion im Jahr 2020 und im Jahr 2022 bereits Initiativen dazu eingereicht, die beide abgelehnt wurden. Viele Vereine engagieren sich bereits. Auch wenn der Bund eine angemessene Förderung im Zusammenhang mit der Rehkitz-Rettung durch Wärmebilddrohnen bereitstellt, gibt es Optimierungspotenzial, um im Sinne des Naturschutzes das wichtige Zusammenspiel von Landnutzern, also dem Landwirt, dem Jäger und dem Naturschutzverein zu würdigen und durch eine landespolitische Unterstützung zu stärken. Weiteres in der Debatte.
(Beifall AfD)
