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Nadine Hoffmann

AfD 22.05.2026 Sitzungen 8/45

Das Auerwild in Thüringen retten – Lebensraum stärken, Gefahr reduzieren, Bestand erhöhen

Frau Präsidentin, ich gehe vorab noch mal auf das Niveau von Herrn Tiesler ein. Das war sehr niedrig. Ich will es aber heben, indem ich noch erwähne, dass das Auerhuhn eine sehr scheue Tierart ist und sich durch industrielle Anlagen stört, egal wie hoch es fliegt – das zum einen. Und zu Herrn Thomas: Wissen Sie, wer die Fraktion ist, die hier ständig mit ehrlichen Naturschutzthemen ankommt? Das ist die AfD-Fraktion. (Beifall AfD) Und wer lehnt es immer ab? Das ist Die Linke unter anderem. In Thüringen finden seit mehreren Jahren Anstrengungen statt, die Anzahl der Tiere des Auerwilds zu erhöhen. Ich erwähnte es bereits. Dabei spielt die Aufzuchtstation der Landesforstanstalt eine bedeutende Rolle. Hinzu kommen Ankäufe aus dem Ausland, vornehmlich Schweden, die ebenfalls ausgewildert werden. Dennoch ist der Bestand gesunken und diese geringe Anzahl stellt jetzt die Frage nach der Zukunft des Auerhuhns. Und sie stellt sich jetzt, und das ist eigentlich logisch, denn wenn diese Anstrengungen, die es bisher gab, nur dazu führen, dass sich der Bestand eigentlich kaum wesentlich erhöht, muss man diese Anstrengungen erweitern oder man macht sich ehrlich als Landesregierung und sagt, wir geben diese Tierart auf, und das wollen wir eben nicht. (Beifall AfD) Im Sinne der biologischen Vielfalt und des Erhalts einer charakteristischen Vogelart sind daher jetzt weitere Maßnahmen zu treffen, damit der Bestand in Thüringen nicht den Weg des Harzer Bestands geht, nämlich erloschen wird. Diese Maßnahmen müssen über das bisherige Artenschutzmanagement hinausgehen und sich positiver auf den Bestand im Freistaat auswirken, beispielsweise durch stärkere Bejagung, Störreduktion und mehr Übergangs- und Kernhabitate – also Maßnahmen gegen den Lebensraumverlust und für die Lebensraumschaffung. Dazu gehört auch das Engagement der Landesregierung auf Bundesebene und die Zusammenarbeit mit anderen Ländern. Beispielsweise existiert im Land Baden-Württemberg ein spezieller Aktionsplan Auerhuhn, der als Referenzrahmen für Thüringen Anregungen und Impulse geben kann. Insgesamt ist ein Management zu etablieren, das den Bestand in Thüringen dauerhaft erhöht. Ein jährlicher Bericht über die Situation des Auerwilds in Thüringen im Landtag bzw. im zuständigen Ausschuss würde zumindest mich erfreuen. Ich hätte mich auch über einen Sofortbericht der Landesregierung gefreut. Der kommt jetzt leider nicht. Deswegen will ich noch mal auf die Fragen eingehen, die wir gern beantwortet hätten, nämlich welches Potenzial für Kern- und Übergangshabitat in Thüringen besteht, welche Anzahl in Thüringen nach Auffassung der Landesregierung nötig ist, um den Bestand dauerhaft zu halten, inwieweit in den für das Auerhuhn bestehenden Schutzgebieten eine gezielte Jagd auf Prädation stattfindet, welche Rolle für den geringen Bestand in Thüringen genetische Isolation spielt und wie dieser genetische Austausch mit anderen Bundesländern verbessert werden kann, vielleicht – um die Sache mal ein bisschen aufzulockern – unter dem Motto „Auer sucht Frau“, (Beifall AfD) inwieweit Landschaftsplanung oder Landesentwicklung die für das Auerhuhn geeigneten Lebensräume geschaffen hat, welche Maßnahmen die Landesregierung zukünftig treffen will, um den Bestand des Auerhuhns zu erhöhen. Da diese Fragen nicht beantwortet wurden, bleibt es jetzt bei den Feststellungen, die von den Rednern schon getroffen wurden, nämlich dass das Auerhuhn eine vom Aussterben bedrohte Tierart darstellt, der Bestandsrückgang verschiedene Ursachen hat und trotz Bemühungen der Bestand in Thüringen in den letzten Jahren kaum wesentlich gewachsen ist, dass Gründe und Gefahren für die nach wie vor die geringe Anzahl des Tieres zu benennen sind, um effizientes Bestandsmanagement abzuleiten und dass die Aufzuchtstation in Thüringen eine bedeutende Stellung für den Bestandserhalt innehat. Es ist festzustellen, dass die AfD-Fraktion mal wieder die einzige Fraktion in diesem Landtag ist, die sich konsequent und konsistent für den Naturschutz einsetzt. (Beifall AfD) Die Forderungen, die wir daraus ableiten, sind, bestehende Habitate zu analysieren und mögliche weitere zu schaffen, dabei auch Kalamitätsflächen zu nutzen und die Verbindung dieser geeigneten Flächen zu schaffen, auf die Umsetzung von Ruhezonen zu achten, die nötige Ruhekulisse auch durch die Landesentwicklung zu schaffen, die Aufzuchtstation in Langenschade als zentrales Instrument weiterzuentwickeln, unter Beteiligung der Jägerschaft die Jagd auf Prädatoren zu intensivieren und Schutzkonzepte anderer Länder einzubeziehen und schließlich auch die Öffentlichkeit für die Notwendigkeit des Schutzes für das Auerhuhn zu sensibilisieren. Wir beantragen die Überweisung an den Ausschuss für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten. Vielen Dank. (Beifall AfD)

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