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Nadine Hoffmann

AfD 22.05.2026 Sitzungen 8/45

Das Auerwild in Thüringen retten – Lebensraum stärken, Gefahr reduzieren, Bestand erhöhen

Sehr geehrte Frau Präsidentin, Kolleginnen und Kollegen, liebe Zuschauer hier und am Livestream, reden wir am Tag der Artenvielfalt über den Arterhalt, reden wir über ein symbolträchtiges Tier, nämlich das Auerhuhn. Glückliche werden es in freier Wildbahn gesehen haben, andere im Tierpark, viele kennen es nur aus einem nicht jugendfreien Reim, den ich jetzt hier an dieser Stelle nicht sagen werde. Der ohnehin geringe Bestand des Auerwildes in Thüringen ist im Jahr 2025 im Vergleich zu Vorjahren deutlich gesunken und nun auf dem Stand von 2019. So geht es zumindest aus meinen Anfragen hervor, die ich seit dem Jahr 2020 regelmäßig stelle. Waren es 2022 noch 34 Tiere und 2023 sogar 44, sind es 2025 nur noch 25 Tiere – so viele oder so wenige wie im Zeitraum 2019. Mein erfragter Zeitraum geht bis zum Jahr 2010 zurück. Da wurden 20 Tiere dokumentiert. Ich bitte trotzdem bei der Regierungsbank ein bisschen um Ruhe, ansonsten würde ich den Spruch von Frau Große-Röthig wiederholen. Damit gilt das Auerwild im Freistaat nach wie vor als vom Aussterben bedroht. Das Tier kommt nur in Form eines kleinen Restbestands im Thüringer Schiefergebirge vor, obwohl das Land, respektive die Landesforstanstalt, durch Zucht und Import seit 2022 über 200 Auswilderungen durchgeführt hat. Und um das gleich vorweg zu sagen: Mit unserem Antrag wollen wir die wichtige Arbeit der Landesforstanstalt unterstützen, (Beifall AfD) denn diese Arbeit hat das Erlöschen in Thüringen verhindert, muss aber ausgeweitet werden. Warum wir diesen Antrag eingereicht haben, ist die Reaktion des zuständigen Ministers, der heute vertreten wird durch Herrn Schütz, glaube ich, der sich schon auf die Rede freut. Herr Kummer veröffentlichte Zahlen, ohne den Zusammenhang zu nennen, nämlich eine Anfrage der AfD-Fraktion – erstens. Und zweitens kam keine Conclusio von ihm, sprich: Was schließt sich denn an die Feststellung des geringen Bestands in Thüringen an? Ja, es ist zutreffend, dass dieser Bestand nicht selbsttragend ist, wie der Minister auf Grundlage meiner Zahlen gesagt hat. Aber was folgt daraus? Wir sagen, die Bemühungen müssen gesteigert werden, (Beifall AfD) denn das Auerhuhn ist nicht nur eine in Deutschland vom Aussterben bedrohte Tierart, sondern auch eine Leitart für Nadelwälder und Indikator für intakte Lebensräume. Größere Bestände gibt es noch in Bayern und Baden-Württemberg, allerdings zwischen den Bundesländern voneinander genetisch isoliert. Bestände im Harz sind längst passé – eine traurige Situation. Das Auerwild wird dabei durch verschiedene Faktoren gefährdet: Nahrungsmangel, Ruhestörungen, Prädatoren wie den Waschbären oder den Marder, Habitatmangel, stärkere Bewirtschaftung von Forstflächen sowie anthropogene und industrielle Störungen. Das Aussterben des Auerhuhns würde zu einem Verlust eines Glieds des ökologischen Kreislaufs sowie der Thüringer Natur- und Kulturlandschaft führen und nachteilige Folgen für andere Tier- und Pflanzenarten haben, weshalb gezielte Maßnahmen zum Erhalt getroffen werden müssen, die den Bestand dauerhaft stabilisieren. Nicht erst seitdem der MDR Thüringen über eine einsame Auerhenne berichtete, die in ihrer Verzweiflung Rennsteigtouristen belästigt hat, müssen jetzt Maßnahmen getroffen werden. Weiteres in der Debatte. (Beifall AfD)

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