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Pascal Wloch

AfD 21.05.2026 Sitzungen 8/44

Auswirkungen durch per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) systematisch erfassen und Belastungen für Umwelt und Menschen reduzieren

Sehr geehrte Frau Präsidentin, werte Kollegen, sehr geehrte Gäste, ein Produkt ist nur dann gut, wenn seine Herstellung Mensch und Natur nicht beeinflusst oder schadet. Mit dem sogenannten Ewigkeitschemikalien, kurz PFAS, stehen wir vor einem Problem, das lange unsichtbar bleibt, aber dauerhaft wirken kann. PFAS werden in vielen Produkten eingesetzt, weil sie wasser-, fett- und schmutzabweisend sind. Man findet sie – wie Herr Kalthoff richtig benannt hatte – etwa in beschichteten Verpackungen, in Imprägniermitteln, wasserabweisender Kleidung, Kosmetik oder Kochgeschirr. Für die Verbraucher liegt das Problem auf der Hand bzw. später auf dem Teller. Man kann meist nicht erkennen, ob ein Produkt PFAS enthält. Man sieht es nicht, man riecht es nicht. Und auf der Verpackung steht selten, dass es beinhaltet ist. Damit fehlt die Grundlage für eine bewusste Kaufentscheidung. Wer Risiken vermeiden will, braucht Informationen. Ohne Transparenz bleibt der Verbraucherschutz unvollständig. Andere Länder sind da bereits weiter. Dänemark hat PFAS in Papier- oder Kartonmaterialien mit Lebensmittelkontakt beschränkt. Frankreich verbietet PFAS schrittweise in bestimmten Verbraucherprodukten, etwa in Kosmetik, Kleidung, Schuhen oder in Imprägniermitteln. Das zeigt: Ein höherer Verbraucherschutz ist möglich, wenn der politische Wille vorhanden ist. Deshalb fordern wir in unserem Antrag zum Handeln auf. Voraussetzung dafür ist, Daten für PFAS-Belastung regelmäßig zu erheben, auszuwerten und in geeigneter Form zu veröffentlichen. Verbraucher müssen erkennen können, ob ein Produkt PFAS enthält. Erst dann können Sie bewusst entscheiden, ob sie solche Produkte kaufen oder meiden bzw. sich Alternativen suchen möchten. Am Ende geht es um unsere aller Gesundheit. Bestimmte PFAS werden mit einer Beeinträchtigung des Immunsystems, erhöhten Cholesterinwerten, Leberveränderungen, Schwangerschaftsrisiken und einzelnen Krebsrisiken in Verbindung gebracht. Solche Belastungen treffen nicht nur den einzelnen Menschen. Sie können langfristig auch das Gesundheitssystem zusätzlich beanspruchen. Deshalb ist hier Vorsorge keine Panikmache. Sie ist vernünftig, notwendig und verantwortungsvoll. Verbraucherschutz muss auch in diesem Bereich möglich sein. Vielen Dank. (Beifall AfD)

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