Denny Jankowski
Gemeinsam lernen, gemeinsam wachsen – Schulpflicht wirksam durchsetzen
Sehr geehrter Herr Präsident, ich bin noch mal vor, um ein bisschen was klarzustellen. Irgendwie widerspricht sich auch die Koalition. Auf der einen Seite sagt Frau Gerbothe, sie hätte die Befürchtung, dass scharenweise die Kinder dann zu Hause bleiben; auf der anderen Seite heißt es, es sind zu wenig. Um das mal ein bisschen klarzustellen, Herr Hoffmeister, Österreich als Beispiel mal gebracht: Wissen Sie, wie viele Schüler in Österreich Heimunterricht machen? 2.300. Von wie vielen? 1,2 Millionen. Da liegen wir bei 0,2 Prozent – weil dort auch klare Regelungen sind, wie Heimunterricht durchzuführen ist. Es gibt die Lehrpläne, alle halbe Jahre gibt es Lernstandserhebungen. Das heißt, es gibt dann auch Prüfungen, die an regulären Schulen abgeschlossen werden müssen. Es gibt auch ein Abschlusszeugnis, womit man sich dann auch bewerben kann. Also das ist alles kein Teufelszeug, das gibt es. Und da muss man nur nach Österreich zum Beispiel gucken. Was anderes fordert ja Sachsen-Anhalt gar nicht. Und wenn wir jetzt sagen, okay, ich habe mich nicht klar ausgedrückt, wie ich zu dem Thema in SachsenAnhalt stehe: Ja, ich habe kein Problem mit Heimunterricht, wo ich sage, für einen gewissen Teil der Bevölkerung wird das interessant sein. Aber eben: Es löst nicht alle Probleme – das auch. Das Problem ist doch, was wir momentan haben: Warum wollen denn Eltern teilweise jetzt vermehrt Heimunterricht haben? Das haben Sie bestimmt auch an Infoständen. Andauernd kommen Eltern ran und sagen, mein Kind hat jeden Tag nur zwei, drei Unterrichtsstunden. Manche sagen, wir haben zwei Jahre keinen Chemieunterricht in der Regelschule usw. Der Staat kommt seiner Schulpflicht nicht nach.
(Beifall AfD)
Und dann suchen natürlich die Bürger nach Alternativen. Machen Sie Ihre Hausaufgaben! Machen Sie endlich wieder, dass die Schulen wieder das erreichen, was sie sein sollen: Bildungsorte und nicht Ideologieprojekte.
(Unruhe CDU)
(Beifall AfD)
Dann kommen wir auch wieder hin, dass das Vertrauen wieder stärker ist. Vielen Dank.
