Steffen Schütz
Frage des Abgeordneten Dr. Wogawa (BSW)
Dazu möchte ich darauf verweisen, dass, wer gestern die Zeitung aufgeschlagen hat, wahrscheinlich von der Firma Pollmeier gelesen hat. Das Thema „NaWaRo“, nachwachsende Rohstoffe, Holzbau ist momentan in Thüringen in aller Munde. Wir sind Bauhaus-Land. Wir befinden uns in einer bestimmten Tradition. Ich bin der Meinung, Nachhaltigkeit im Bauen und vor allen Dingen – ich hatte das eben dem Kollegen Worm schon gesagt – serielles und modulares Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen muss das neue Normal werden. Wir haben das zum Beispiel in Schulen. Wir haben das in verschiedenen öffentlichen Bauten. Das heißt, überall, wo der Staat baut, wo der Freistaat baut, wäre es gut, wenn wir uns die Frage stellen, geht dort auch Holzbau. Es gibt immer die Mär, dass das immer teurer ist als konventionell. Fragen wir uns einfach mal, ob jede Trennwand in einem Neubau, die nicht tragend ist, mineralisch sein muss. Ich sage, nein. Dadurch würden wir Baukosten senken und deshalb brauchen wir unbedingt dieses Holzbaukompetenzzentrum. Übrigens hat das inzwischen schon Kreise gezogen. Es gibt jetzt eine Einladung nach Basel, es gibt Unternehmerinnen und Unternehmer, die mir sagen, das ist spannend, das finden wir gut, weil wir die gesamte Wertschöpfungskette abbilden können. Also, wir haben nicht nur die Idee, mehr mit Holz zu bauen, sondern wir sind zum Beispiel nach Leipzig gefahren. In dem sächsischen Holzbauzentrum – wir müssen das Rad ja nicht zweimal erfinden – haben die die Möglichkeit, uns mit Robotik unter die Arme zu greifen. Wir haben in RheinlandPfalz Holzbaukompetenzen, von denen wir profitieren können. Ich glaube, dass wir mit unserem Thüringer Holzbauzentrum in Suhl, was ja ein Ergebnis des Holzbaudialogs 2025 mit der Wirtschaft und der Forschung gewesen ist, tatsächlich hervorragende Ausgangsvoraussetzungen haben. Worauf ich stolz bin: Das IAB in Weimar ist der Träger. Wir konnten dort Prof. Findeisen gewinnen, der auch die fachliche Kompetenz mit einbringt. Wir wollen aber auch, dass das ausgerollt wird. Wir können uns vorstellen, dass wir ausgehend von dem Holzbauzentrum Satelliten in Zeulrenroda – da gab es übrigens mal eine Holzmöbeltradition, wer sich daran erinnert –, in Eisenach, in Nordhausen haben. Ich habe heute mit Kollegen gesprochen, wo es einfach auch geht, nicht nur aus Holz, sondern aus nachwachsenden Rohstoffen, zum Beispiel für Kleidung, für Dämmung, Wertschöpfung zu erzielen. Da bin ich übrigens auch meiner Kollegin sehr dankbar, die das genauso sieht und uns da sehr unterstützt – und meinem Kollegen natürlich auch. Vielen Dank.
