Boos-John
Frage der Abgeordneten Müller (Die Linke)
Also, ich bin der festen Überzeugung, dass die Aufklärungsarbeit erst dann erfolgen sollte, wenn klar ist, was dort passiert. Wir haben genug Expertise in meinem Haus, dass wir die Folgewirkung genau einschätzen können. Ich meine, wenn wir über die Fördermittel generell in der EU reden, dann sprechen wir auf der einen Seite über den MFR, also den mehrjährigen Finanzrahmen, und auf der anderen Seite über die GAP. Und bei der GAP sind das ja eben auch unterschiedliche Bereiche, die dort, sage ich mal, zu denken sind. Das ist die Einkommensförderung auf der einen Seite. Das ist aber eben auch der ländliche Raum auf der anderen Seite. Was wir im Moment machen, ist, dass wir eine sogenannte Akademie Ländlicher Raum gegründet haben. Wir sind im Moment mit ganz vielen unterschiedlichen Stakeholdern dabei, uns die Expertise, die wir haben, noch weiter annähren zu lassen mit den Kommunen im ländlichen Raum. Denn Thüringen besteht zu über 50 Prozent aus ländlichem Raum – deutlich über 50 Prozent. Deswegen sind wir in den Punkten dabei, diese Sachen mit einzufangen. Erste Maßnahmen, die wir selber auch schon einleiten können, haben wir getan. Auch hier bin ich wieder meiner Ministerkollegin dankbar für das Thema der digitalen Einkaufsmöglichkeiten bzw. der 24/7-Läden. Wir denken in dieser Akademie Ländlicher Raum im Moment das komplette Thema der Daseinsvorsorge bis hin zu der Frage, wie Kindergärten, aber auch Senioren und das Thema der Ernährungsmittelverfügbarkeit praktisch gut aufgestellt sein können.
