Andreas Schubert
Frage der Abgeordneten Merz (SPD)
Vielen Dank, Frau Präsidentin. Frau Wirtschaftsministerin Boos-John, ich wollte noch mal nachfragen, weil Sie zu Recht noch mal auf die Industrien jenseits der Automotiveindustrie abgehoben haben. Sie haben jetzt von den Industrien der Zukunft gesprochen. Das ist möglicherweise auch unterschiedlich vorstellbar, welche dazugehören. Aber wir haben traditionell einige energieintensive Industrien in Thüringen, wenn ich zum Beispiel an die Glasindustrie und andere denke, die jetzt vor dem Hintergrund der von Ihnen zu Recht beschriebenen Strukturprobleme/Energiepreisthematik erneut vor existenziellen Herausforderungen stehen. Jetzt stelle ich Ihnen die Frage: Welche Konsequenzen müssen wir aus der wiederholten Fatalität, dass wir mit unserem Energiemix, den wir zurzeit anbieten können, nach wie vor – übrigens überdurchschnittlich im Vergleich mit der EU – vom fossilen Energiemarkt abhängen, ziehen, um diese Firmen schneller in eine Zukunftsfähigkeit zu bringen, damit wir in Zukunft von diesem fossilen Energiemarkt unabhängiger werden? Was sind jetzt die Schritte, die Sie konkret in Ihrem Haus, im Wirtschaftsministerium, hier in Thüringen planen, strukturieren, sich vornehmen, um dort ein klares Unterstützungsszenario im Sinne von Beschleunigung, Energiewende hin zu weniger Abhängigkeit von fossilen Energiemärkten zu setzen? Ich glaube, nur so werden wir auch in die Lage versetzt werden, traditionellen Industrien am Standort Thüringen eine Zukunft zu bieten und damit auch die Arbeitsplätze, die damit verbunden sind, zu sichern. Das ist eine Frage, ob Sie diese Einschätzung teilen und, wenn ja, welche Schritte und Maßnahmen in diesem Jahr von Ihrem Haus zu erwarten sind.
