Boos-John
Frage des Abgeordneten Prophet (AfD)
Danke, Herr Prophet, für Ihre Frage. Ich habe mich darauf bezogen – und das wiederhole ich auch sehr gern –, dass wir in Bezug auf die Automobilindustrie zunächst Auftragslücken bzw. wegfallende Märkte haben. Hier kann man tatsächlich von konjunkturellen Schwierigkeiten sprechen. Wir haben auf der anderen Seite eine starke Investitionslage hin zur Rüstungsindustrie, um uns zu verteidigen. Ich glaube, das wissen wir alle. Wir kennen Sondervermögen dazu. Und nun haben wir mit der Rüstungsindustrie eine Industrie, die auf der einen Seite Chancen hat, Dual-Use-Produkte zu produzieren, das heißt für das Gemeinwohl bzw. für die gesamte Gesellschaft, zum Beispiel im medizinischen Bereich, in anderen Bereichen, aus der eigenen Wirtschaft, also aus dem Bereich der Rüstung zum Beispiel, zu produzieren. Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist, dass diese Industrie, die Rüstungsindustrie, in der Regel sehr stark Manufakturproduktion leistet und unsere Automobilindustrie sehr stark – und das ist gut – produktiv automatisch unterwegs ist. Und hier zu sagen, es ist eine Win-win-Situation, die Automobilindustrie, die kaum mehr Aufträge hat, aber sehr automatisch produktiv unterwegs ist, und die Rüstungsindustrie, die in Bezug auf Manufakturleistung unterwegs ist, zusammenzudenken. Das ist spannend. Das wird damit nicht die Automobilindustrie retten, ganz deutlich, und das wird damit nicht dazu führen, dass wir in irgendeinem Bezug, sage ich mal, außerhalb von Verteidigung denken, sondern es geht darum, uns wehrfähig zu machen. Das ist Konsens, glaube ich, bei allen. Aber zu sagen, wir können hier zwei unterschiedliche Branchen in Bezug auf eine Produktivität zusammendenken, das ist der Ansatz. Den habe ich mehrfach dargestellt und dazu stehe ich auch.
