Boos-John
Keine Wirtschaftspolitik ohne die Beschäftigten – Landesregierung muss Konsequenzen ziehen aus dem Zalando-Skandal und einer drohenden Deindustrialisierung in Thüringen
Herr Schaft, zu der Situation, welche Möglichkeiten, also erst einmal Tag eins – das war ja Ihre erste Frage. Tag zwei war dann der Tag, als wir uns mit dem Betriebsrat auseinandergesetzt haben bzw. auch meine Kollegin Frau Schenk sich auch mit Ihnen unterhalten hat. Wir teilen das bei uns gut auf. Wir sind immer wieder dabei, die Sachen gut miteinander zu verzahnen und zu kommunizieren. Ich glaube, da kann man uns keine Vorhaltung machen. Aber was wäre die Alternative gewesen? Das war, glaube ich, Ihre Kernfrage und Ihre Hauptfrage, und das interessiert sicherlich vor allen Dingen auch die Beschäftigten. In unserer Sitzung, die ich mit meiner Kollegin Frau Schenk zusammen mit dem Betriebsrat hatte, wurden uns ein paar Zahlen gezeigt. Es wurde uns auch signalisiert, dass der Investitionsstandort, um ihn attraktiv zu machen, ungefähr mit 100 Millionen Euro in der Summe hätte unterstützt werden müssen – nicht unterstützt werden müssen mit 100 Millionen Euro, sondern dass es Investitionen in Höhe von ungefähr 100 Millionen Euro gegeben hätte. Und sicherlich hätten wir Möglichkeiten gefunden, bei den Investitionspaketen eben auch unterstützend eingreifen zu können, also hier Fördermittel auch laufen zu lassen. Ich glaube, Sie haben mich ein bisschen falsch verstanden. Ich habe Ihre doch eher staatsgetriebene Entscheidungsmöglichkeit kritisiert und nicht die, dass wir diese Mittel nicht einsetzen können für Zalando. Danke.
