Tilo Kummer
Natur-, Arten- und Landschaftsschutz nicht länger der Windindustrie opfern
Das finden Sie nicht beim Steuerzahler, das finden Sie im Regelfall bei Ihrem Energiepreis, weil das natürlich in den Energiepreis eingeht.
(Zwischenruf Abg. Treutler, AfD: Das ist Qua-
lität!) Ja, das ist richtig. Und natürlich reduziert das den Energiepreis nicht, aber die Kosten, die der Bund gerade ausgibt für die Sanierung der Braunkohletagebaue, findet der Energiezahler auch nicht auf seinem Zettel, sondern das ist vergesellschaftlichte Energiepolitik von den Kosten her. Und wie gesagt: Für die Wismut-Sanierung sind, wenn ich es richtig sehe, in Thüringen bisher schon 4 Milliarden Euro ausgegeben worden. Vor dem Hintergrund sind wir wieder bei dem gleichen Punkt: Jede Form von Energieerzeugung bringt negative Effekte mit sich. Aber seien Sie doch bitte ehrlich und benennen Sie das bei den anderen von Ihnen präferierten Energieerzeugungsmethoden auch. Dann wären wir bei der Wahrheit und könnten uns hier endlich mal vernünftig miteinander unterhalten. Ich will noch mal zur Frage Klimaschutz kommen. Ich gehe davon aus, dass Sie nicht widersprechen, dass eine Reduktion von CO -Emissionen 2 zu einer Verlangsamung der globalen Erwärmung führt. Wenn diese These stimmt, sollte man Anstrengungen unternehmen, um die Reduktion von CO -Emissionen herbeizuführen. 2 Ich habe dem Umweltausschuss in seiner letzten Sitzung mal vorgestellt, wie sich in Thüringen die Wasserverfügbarkeit entwickelt und wie sich Gewässertemperaturen verändern werden. Allein in der Prognose dessen, was wir gerade klimatisch erleben: Es ist verheerend; Thüringen wird von einem wasserreichen Land zu einem Land, das in weiten Teilen massive Probleme mit der Verfügbarkeit von Wasser haben wird.
(Zwischenruf Abg. Cotta, AfD: Deshalb ver-
siegelt man Flächen!) Das sind Punkte, gegen die man etwas tun muss. – Was heißt denn: „Deshalb versiegelt man Flächen“?
(Zwischenruf Abg. Cotta, AfD: Natürlich ver-
siegelt man Flächen! Fahren Sie doch mal in den Wald – die Flächen für die Fundamente für Windkraftanlagen!) Ja, 2.000 Quadratmeter für eine Windkraftanlage, das ist richtig. Ja – aber noch mal: Was ist denn Ihre Alternative? Das Tagebaurestloch, das mit Wasser gefüllt werden muss.
(Zwischenruf Abg. Cotta, AfD: Denken Sie
das mal zu Ende! Sie haben überhaupt keine Argumente!) Natürlich.
