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Dr. Wolfgang Lauerwald

AfD 05.02.2026 Sitzungen 8/36

Bürokratieabbau in der zahnärztlichen Versorgung – Praxen entlasten und Patientenversorgung verbessern

Sehr geehrte Frau Präsidentin, werte Kollegen Abgeordnete und liebe Thüringer, Zähne sind die meiste Zeit unseres Lebens in unserer aller Munde. Ihre Gesund- und Instandhaltung ist eine wichtige Aufgabe für alle damit befassten Akteure im Gesundheitswesen. Diese Akteure, Zahnärzte und alle ihre in überwiegender Mehrzahl meist weiblichen Mitarbeiter, haben die schöne, aber auch anstrengende und verantwortungsvolle Aufgabe, dafür zu sorgen, dass wir auch morgen kraftvoll zubeißen können. (Beifall AfD) (Zwischenruf Abg. König-Preuss, Die Linke: Das geht gut mit Elmex!) Die zahnärztliche Versorgung in unserem Land ist weit überwiegend in freien Praxen organisiert, in denen Zahnärzte und Zahnärztinnen sich jeden Tag mit ganzer Kraft für das Wohl ihrer Patienten engagieren. Neben der eigentlichen Arbeit, die ein hohes Maß an Fachwissen, Geduld, Einfühlsamkeit und Ausdauer erfordert, fallen in immer größerem Umfang Verwaltungstätigkeit, Herausforderungen durch die laufende Digitalisierung, Personalmanagement, kurz gesagt eine jährlich wachsende Bürokratie an. Um diese Bürokratie, die den niedergelassenen Zahnärzten zunehmend das Leben schwer macht, soll es in unserem Antrag gehen. In der freiberuflichen Zahnmedizin in Deutschland hat sich so wie in vielen anderen Bereichen, in der Allgemeinmedizin, bei der Physiotherapie und anderen Gesundheitsberufen, in den letzten Jahren ein zunehmender Mangel an beruflichem Nachwuchs entwickelt. In den Körperschaften der ärztlichen und zahnärztlichen Selbstverwaltung ist man seit Jahren intensiv damit befasst, den Ursachen für den Nachwuchsmangel auf den Grund zu gehen und sich um Abhilfe zu bemühen, steht doch nichts Geringeres als die Versorgungssicherheit unserer Bevölkerung mit dem lebensnotwendigen Gut von Gesundheit und Wohlergehen auf dem Spiel. Bei dieser Ursachensuche hat sich neben vielen anderen Faktoren deutlich herausgestellt, dass die Übernahme einer Praxis oder eine Neugründung gar für viele junge Absolventen der Zahnmedizin kein erstrebenswertes Ziel mehr darstellt – nicht wegen der schlechten Handschrift des Vorgängers, das muss ich jetzt noch mal betonen. Einer der wichtigsten Gründe, die für diese Zurückhaltung angeführt werden, ist die ausufernde und überbordende Bürokratie, die zusätzlich zu den umfangreichen Sprechstundenzeiten in einer eigenen Niederlassung bedient werden müsste. Die Standesvertreter von KZV und Landeszahnärztekammer versuchen seit Jahren, mit den zuständigen Entscheidungsträgern in konstruktive Gespräche einzutreten, um nach Abhilfe und Lösungen für diese ernsthaften Probleme zu suchen. Die Vorschläge zum sinnvollen und maßvollen Abbau bürokratischer Erfordernisse, zur Abschaffung unnötiger Regularien liegen seit Jahren vor. Leider haben es die Gesundheitsministerinnen in den letzten Landesregierungen nicht für nötig gehalten, hier konstruktiv mit den Körperschaften im Sinne der Zahnärzte und letztendlich auch der Patienten zusammenzuarbeiten. Daher halten wir es als AfDFraktion für dringend geboten, hier endlich tätig zu werden und dem Berufsstand der Zahnärzte in Thüringen die dringend benötigte Entlastung zu verschaffen. Wir erhoffen uns davon einen wichtigen Impuls zur Verbesserung der Anziehungskraft des Landes Thüringen bei der Planung der beruflichen Lebensperspektiven junger Absolventen der Zahnheilkunde. Vielen Dank. (Beifall AfD)

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