thueringer-landtag.de ↗

Dr. med. Cornelia Urban

SPD 04.02.2026 Sitzungen 8/35

d) auf Antrag der Fraktion der CDU zu dem Thema: „Sportland Thüringen – Schwung der Weltcups in Oberhof nutzen, Thüringen als Standort für zukünftige Sportgroßveranstaltungen stärken“

Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Kollegen, Thüringen ist ein Wintersportland von internationalem Format und Oberhof ist unser Aushängeschild. Das haben die Weltcups gezeigt. Wir haben es gerade in der Regierungsbefragung gehabt. Wir haben es gerade auch schon von den Vorrednern gehört. Gerade was jetzt zu Jahresbeginn in Oberhof auf die Schiene gesetzt wurde, was perfekt organisiert wurde, professionell umgesetzt und vor allen Dingen auch von einer ganzen Region mit einer Leidenschaft, mit einer Stimmung getragen wurde, die einfach ansteckend war, das sucht weltweit seinesgleichen. Deswegen (Beifall SPD) – da kann man auch klatschen, genau – können wir sagen: So geht Wintersport. Wir wissen, wie das funktioniert. Genau so geht natürlich auch Spitzensport made in Thüringen. Und das trifft allemal auf den Wintersport in unserem Bundesland zu. Deshalb bin ich mir auch sicher, dass wir – ich glaube, am Freitag geht es los – bei der 25. Winterolympiade auch als Bundesland Thüringen wie ein ganzes großes Land in die Welt hinaus strahlen werden. Unsere 23 Athleten vom Team Thüringen stehen bereit. Ich bin mir sicher: Sie werden Spitzenleistungen zeigen. Ich wünsche Ihnen dafür wirklich von Herzen viel Erfolg, Kraft, aber natürlich auch ein kleines Quäntchen Glück, das es immer braucht, gerade bei solchen spannenden Wettbewerben. Ich kann nur sagen: Ganz Thüringen, ich glaube, auch der ganze Landtag steht hinter den Athleten und wir drücken ihnen natürlich allen ganz fest die Daumen. Weil wir Thüringer Wintersport können, sind wir auch bereit – das haben auch schon einige Vorredner angerissen –, Verantwortung zu übernehmen. Die Rodel-WM 2028, ich würde mal sagen, die können wir. Mit Oberhof haben wir die Infrastruktur, die Erfahrung, wir haben das Know-how und vor allen Dingen haben wir die Begeisterung. Natürlich gibt es starke Mitbewerber dafür: Cortina d’Ampezzo, Lake Placid, Innsbruck. Aber das sollte uns nicht abschrecken. Die Rodel-WM in Oberhof wäre nicht nur machbar, sondern sie wäre definitiv auch ein Erfolg. Davon bin ich überzeugt und würde gern an dieser Stelle eine Idee einbringen, weil ich heute so viel von der kleinen Olympiade gehört habe. Vielleicht sollten wir auch gleich noch eine Taskforce „Winterolympiade“ gründen, im Sinne von: Vielleicht können wir mit den Bayern zusammen da noch mal den Fuß in die Tür kriegen. Frank Ullrich hat das lange Zeit in Berlin versucht. Er war ja als SPD-Bundestagsabgeordneter Vorsitzender des Sportausschusses. Das war so sein Baby. Vielleicht können wir da auch noch mal so ein bisschen Fahrt aufnehmen. Aber gleichzeitig dürfen wir all die anderen Herausforderungen, die auch schon genannt wurden, nicht einfach ausblenden. Der Sanierungsbedarf unserer Sportstätten ist enorm. Wir packen es an, keine Frage, mit bis zu 100 Millionen Euro in diesem und dem kommenden Jahr und vor allen Dingen auch mit einem Zukunftsplan. Das ist der ganz entscheidende Unterschied. Denn der Zukunftsplan Sport soll Thüringen langfristig stärken. Damit, könnte man sagen, ist es getan. Ich möchte zu dem Zukunftsplan Sport, der ja am Entstehen ist, noch ein, zwei Worte verlieren. Dieser Plan ist wichtig. Er sollte die Grundlage dafür bilden, was wir alles strukturiert sanieren, wo wir das Geld strukturiert hingeben. Breitensport ist natürlich die Hauptüberschrift, aber am Ende ist es ganz wichtig, dass wir unsere Kommunen einbinden, dass wir die Basis einbinden. Ich glaube, dann wird es gut, weil die Kommunen nun mal die Träger der Sportinfrastruktur sind. Daran kommt man nicht vorbei. Sie kennen sich vor Ort aus, sie kennen die Realitäten und sie haben die Erfahrung. Deswegen gehören sie natürlich an den Planungstisch – ganz selbstverständlich. Meiner Meinung nach sind sie da unverzichtbar. Ich bin mir sicher: Wenn wir diesen Weg gemeinsam gehen, zusammen mit Mut, Weitblick und Zusammenhalt, dann bleibt Thüringen auch ein starkes Sportland – und das nicht nur im Wintersport, sondern für den Spitzensport, aber auch für den Breitensport und am Ende vor allem für uns alle, für die Menschen. Herzlichen Dank. (Beifall CDU, BSW, SPD)

Alle Reden von Dr. med. Cornelia Urban Protokoll ↗