Schenk
Frage des Abgeordneten Kalthoff (SPD)
Sie sprechen ein Thema an, das sehr zentral ist, um Jugendarbeit wirklich vollumfassend zu erleben. Wir haben über Mikrozensusdaten eine Erkenntnis darüber, wie viele Jugendliche in Thüringen davon betroffen sind – schon oder potenziell von einer Behinderung betroffen sind. Wir sprechen von ca. 10.000 Jugendlichen. Deswegen ist es sehr zentral, gerade wenn wir über die Bedeutung von jungen Menschen und das Haltenwollen von jungen Menschen in unserer Region sprechen, dass sie auch von den Angeboten der drei Bereiche der Jugendarbeit profitieren können. Deswegen ist diese von Ihnen angesprochene Studie ein wichtiger Baustein, um aufzuzeigen, wo wir eigentlich aktuell sind und wo es hingeht. Wo es hingehen soll, ist für uns ganz klar. Wir haben jetzt pro Jahr 140.000 Euro im Haushalt eingestellt, um unsere Fachstelle entsprechend auszustatten. Die ist nicht dafür da, ein zusätzliches Angebot zu machen, sondern sie richtet sich an die Praktikerinnen und Praktiker, um sie zu begleiten, wenn es darum geht, Inklusion wirklich zu erreichen. Das kann ja sehr vielfältig sein. Es kann um Assistenzpersonal gehen, es kann um bauliche Veränderungen gehen. Es kann aber natürlich auch darum gehen, Angebote anders zugänglich zu machen, über Mobilität zu sprechen. Deswegen begleiten wir das auch durch Modellprojekte, die erst mal in zwei Regionen stattfinden. Das Ziel muss sein, sich Inklusion zu nähern und gleichzeitig zu schauen, wo wir die betroffenen Jugendlichen erreichen, von denen wir wissen, dass sie zu Hause leben und vielleicht noch keinen Zugang haben. Deswegen haben wir jetzt einerseits in dieser Studie Zahlen, Daten, Fakten und andererseits dank des Haushaltsgesetzgebers auch Mittel, um diese Fachstelle voranzutreiben, um daraus dann hoffentlich strukturelle Erkenntnisse zu gewinnen, an welchen Stellschrauben man die höchsten Veränderungen erreicht, um am Ende alle jungen Menschen mit den Angeboten zu erreichen.
