Gruhner
Frage des Abgeordneten Bühl (CDU)
Vielen Dank, Frau Präsidentin. Danke für die Frage. Ich dachte schon, ich komme gar nicht mehr dran, insofern ist das besonders gut. Vor allem ist das ein wichtiges Thema. Ich will das noch mal unterstreichen, ich habe das vorhin schon gesagt: Wir haben bewusst entschieden, den Sport in die Staatskanzlei zu holen, damit gerade solche Events wie in Oberhof und auch solche Wintersportstandorte wie Oberhof mit großem Nachdruck die Unterstützung der Politik haben. Ich glaube aber, das war auch hier in diesem Haus immer Konsens, dass wir eine große und breite Unterstützung für Oberhof haben. Das hat sich jetzt ausgezahlt, im Besonderen fünf Weltcups an drei Wochenenden – das waren kleine olympische Spiele im Freistaat Thüringen. Da können wir, glaube ich, insgesamt als Landesregierung, das ganze Land, die ganze Region um Oberhof herum besonders stolz sein. Was dort an diesen drei Wochenenden geschaffen wurde, das war, finde ich, Weltklasse. Das war ein Ereignis, das sich mit der Weltspitze messen kann. Ich will als Allererstes auch einmal sagen, dass wir all jenen unglaublich dankbar sind, die das ermöglicht haben, weil das am Ende zunächst erst mal keine Frage von Politik ist, sondern es ist vor allem eine Frage von Ehrenamt. Es waren 1.500 Ehrenamtliche an diesen drei Wochenenden im Einsatz. Die ganze Region um Oberhof herum brennt regelrecht für dieses Event, für diese Weltcups, für diesen Standort. Das zeigt, dass es da wirklich ein großes Miteinander für diese Wettbewerbe gibt. Wir haben in diesem Jahr das erste Mal in besonderer Weise gesagt: Wir wollen auch mit dem Landesmarketing massiv in dieses Mini-Olympia investieren und dort vorkommen und diese Bühne als Freistaat Thüringen nutzen, um deutlich zu machen, dass das Grüne Herz Deutschlands präsent ist. Wenn man sich mal Einschaltquoten ansieht: Wir hatten bis 35 Prozent Einschaltquoten im TV. Beim Biathlon war es weit über 30 Prozent Quote. In diesem Zusammenhang will ich auch mal sagen, dass es wichtig ist, dass ARD und ZDF beispielsweise hier übertragen. Das ist etwas, das wir einfach nutzen können, weil durch Oberhof auch Thüringen insgesamt in die Welt hinaus vermarktet werden kann. Wir hatten 70.000 Besucher allein an diesen drei Wochenenden vor Ort. Das zeigt nicht nur, welche gewaltige logistische Anstrengung dort geleistet wird, sondern welche Ausstrahlungskraft dieses Ereignis tatsächlich hat, um Menschen nach Thüringen zu bringen und um Menschen nach Oberhof zu holen. Ich habe gerade die hohe Einschaltquote erwähnt. Wir haben uns mal genauer erkundigt: Das sind knapp 40 Millionen Menschen, die diese Sportereignisse, diese Weltcups in Summe im TV gesehen haben. Das unterstreicht noch einmal mehr, dass es richtig ist, dass der Freistaat Thüringen mit dem eigenen Landesmarketing vor Ort ist. Deswegen ist das einerseits ein wichtiges Sportevent, kleine olympische Spiele. Es ist auf der anderen Seite ein wichtiges gesellschaftliches Event, weil es die ganze Region zusammenbringt. Viele hier aus dem Haus sind auch vor Ort gewesen. Ich finde es auch wichtig, dass die Thüringer Politik dort parteiübergreifend Flagge zeigt, weil es den internationalen Sportverbänden deutlich macht: Die Landesregierung und alle wichtigen Entscheidungsträger stehen hinter Oberhof, weil das für die Zukunft wichtig ist, weil wir wollen, dass Oberhof in der Zukunft weltweiter Spitzenstandort für den Wintersport ist. Ich glaube, dieses Signal ist auch deutlich geworden. Und dann ist – drittens – Oberhof auch ein Wirtschaftsfaktor für die Region, was allein durch die Besucherzahlen, was aber auch durch die Einschaltquoten am TV zum Ausdruck gebracht wird. Also wir sind stolz auf das, was dort geleistet wurde. Die Region kann stolz sein, die Ehrenamtlichen können stolz sein und auch der Zweckverband kann stolz sein. David Möller als Staatssekretär für Sport, Stephan König, der Staatssekretär in der Staatskanzlei – er ist aber auch Vorsitzender des Zweckverbands –, haben das intensiv mit begleitet. Und ich kann das auch sagen: Oberhof und die Weltcups und alles, was wir dort an sportlichen Aktivitäten haben, werden weiterhin Chefsache in der Staatskanzlei sein wie der Sport insgesamt, weil wir einfach wollen, dass wir uns mit dem Standort Oberhof immer weiterentwickeln. Und, wie gesagt, Mini-Olympia jetzt direkt vor den Olympischen Spielen – das war einfach Weltklasse und da sind wir stolz.
