Schenk
Frage des Abgeordneten Wloch (AfD)
Wie Sie der Lektüre des Haushaltsplans entnehmen können, hat mein Ministerium veranlasst, dass es in Kooperation mit der BA das sogenannte Projekt BvB-Pro gibt. Das wird in verschiedenen Planungsregionen stufenweise ausgerollt. Wir befinden uns gerade in der Ausschreibungsphase. Adressiert ist es – in Anführungsstrichen – so ähnlich wie eine Produktionsschule. Ich bitte Sie, die Anführungsstriche zur Kenntnis zu nehmen, weil es nicht genau dasselbe ist. Es geht um die praxisorientierte Integration von Menschen, die mit dem bloßen Sitzen auf der Schulbank Schwierigkeiten haben. Mein Ministerium verfolgt den Ansatz, mit den Menschen zu tanzen, die da sind – also keine Generationenbeschimpfung –, sondern zur Kenntnis zu nehmen, dass es offensichtlich verschiedene Hindernisse gibt, die dazu führen, dass Menschen zum Schulabschluss kommen. Ein Bereich, der da adressiert wird, wird von meinem Kollegen Christian Tischner wirkungsvoll adressiert, wenn es darum geht, mehr Lehrerinnen und Lehrer vor die Klasse zu stellen. In dem Bereich, den ich zu verantworten habe, ist mit den Menschen zu arbeiten, die diesen Abbruch schon erlebt haben. Deswegen wird die Kooperation mit der Bundesagentur dazu führen, dass mehrere junge Menschen dort damit starten können, einen Zugang zum Ausbildungsmarkt zu finden, wenn wir in den Planungsregionen Bildungsträger über die Ausschreibung gewonnen haben. Ich finde diese vorgeschalteten Angebote, die auch in anderen Bundesländern greifen, sehr wichtig, weil das Ziel sein muss – und da stimme ich in Ihrer Fragestellung der Analyse zu –, möglichst frühzeitig zu vermeiden, außerhalb des Arbeitsmarkts Zeit zu verbringen. Oder die vielen kleinen Maßnahmen, die dann Drehtüreffekte haben, müssen vermieden werden. BvB-Pro verfolgt genau dieses Ziel, nämlich die Integration in den Ausbildungsmarkt. Deswegen bin ich zuversichtlich, dass diese Maßnahme einen Effekt haben wird. Gleichwohl – weil Sie von nachhaltigen Maßnahmen gesprochen haben – wäre es verfrüht, jetzt davon auszugehen, eine Maßnahme, die startet, als nachhaltig zu bewerten. Aber ich bin zumindest optimistisch.
