Björn Höcke
Sanierung und Restaurierung von Kriegsgräbern sowie Krieger- und Vertriebenendenkmälern – Opfer sichtbar machen, angemessene Trauer ermöglichen
Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Kollegen Abgeordnete, sehr geehrte Besucher auf der Tribüne, verbale Brunnenvergiftung – Herr Geibert, Sie haben mich indirekt als Anführer bezeichnet. Frau Marx hat noch eins draufgesetzt, mich als Führer bezeichnet. Sehr geehrte Kollegen Abgeordnete, wenn wir so weitermachen wollen, können wir das gern machen, dann werden die Abgeordneten der AfD-Fraktion in Zukunft die Fraktionsvorsitzenden der Altfraktionen auch mit „Anführer“ oder mit „Führer“ ansprechen. Wollen Sie das? Wollen Sie diese Semantik im Hohen Haus so praktizieren? Dann können wir das gern machen.
(Unruhe CDU)
Ich halte das für einen sehr schweren Fehler und ich denke, das ist der Würde des Hohen Hauses nicht angemessen.
(Beifall AfD)
Ich habe die Debatte nicht im Einzelnen verfolgt, aber ich denke, die Grundthesen sind im Raum stehend und sind für jeden nachvollziehbar. Noch mal: Der Antrag der AfD-Fraktion will etwas Selbstverständliches. Und wenn Sie mal Gedenkveranstaltungen in Frankreich besucht haben, wenn Sie mal Gedenkveranstaltungen in England besucht haben, die ähnliche Volkstrauertage haben – die heißen da anders –, dann wissen Sie, dass diese Völker selbstverständlich die eigenen Opfer in das Zentrum ihres Gedenkens setzen.
(Zwischenruf Abg. König-Preuss, Die Linke:
Die haben nicht den Zweiten Weltkrieg …!) Nur diese Selbstverständlichkeit möchte auch die AfD, dass an einem deutschen Volkstrauertag die eigenen Opfer ins Zentrum des Gedenkens gesetzt werden.
(Beifall AfD)
(Zwischenruf Abg. Merz, SPD: Die haben
nicht andere Länder überfallen!) Ja, das nennen wir Fokussieren.
(Zwischenruf Abg. König-Preuss, Die Linke:
Das ist Geschichtsrevision!) Und wenn Sie die Reden zum Volkstrauertag verfolgt haben, die wir in diesem Jahr gehalten haben, waren sie von einem großen Friedenswillen getragen. Wir sind die einzige Friedenskraft in diesem Land, die ein großes Stoppzeichen auch im Zusammenhang mit dem Volkstrauertag gesetzt hat gegenüber Ihrer Kriegstreiberei,
(Unruhe CDU)
die Sie gerade in diesen Tagen, Wochen und Monaten praktizieren.
(Beifall AfD)
Sie, sehr geehrte Kollegen, haben aus der Geschichte anscheinend überhaupt gar nichts gelernt.
(Zwischenruf Abg. Liebscher, SPD: Das ist
nicht Ihr Ernst!) Und, Herr Geibert, zum Schluss – diese Bemerkung sei mir gestattet –,
