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Björn Höcke

AfD 03.12.2025 Sitzungen 8/29

c) auf Antrag der Fraktion der AfD zu dem Thema: „Kriegsrhetorik und Wehrpflichtdebatte: die Zukunft der Thüringer Jugend muss der Frieden, nicht der Krieg sein“

Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Kollegen Abgeordnete, wie Boris Pistorius für Deutschland will Fabien Mandon, der französische Generalstabschef, die Kriegstüchtigkeit für Frankreich. Er fordert – ich zitiere –: Das Land muss bereit sein, seine Kinder zu verlieren. Sehr geehrte Kollegen Abgeordnete, nehmen Sie jetzt bitte gedanklich Ihren Sohn oder Enkel in den Arm, spüren Sie seinen Herzschlag und denken Sie an die vielen glücklichen Momente mit ihm. Und nun stellen Sie sich bitte vor, wie er mit abgerissenen Armen und Beinen in einem Minenfeld liegt und langsam verblutet. Stellen Sie sich vor, wie eine Hohlladung die Wand seines Panzers durchschlagen hat und alles Leben im Innenraum durch einen gigantischen Schweißstrahl ausgelöscht wird. Stellen Sie sich vor, wie er als Kriegsgefangener gefoltert wird. Erst schneidet man ihm die Ohren ab, dann die Genitalien, anschließend sticht man ihm die Augen aus. Nach Stunden beenden die Folterer seine Qualen, indem sie ihn mit Benzin übergießen und anzünden. So, sehr geehrte Kollegen Abgeordnete, sterben im Krieg 18-, 19-, 20-jährige junge Männer, die noch keine Familie gegründet haben, die ihr Leben noch nicht ansatzweise geführt haben. Sehr geehrte Kollegen Abgeordnete, es geht hier um die Wiederbelebung der Wehrpflicht in einer ganz konkreten Situation – einer Situation, die vom Krieg in der Ukraine und einer zur Schau gestellten Kriegslüsternheit von deutschen Politikern quer durch das Parteienkartell geprägt ist. Die Menschen draußen spüren, dass es eben nicht um die Verteidigung der eigenen Lebensart geht, denn das setzt die Liebe zum Eigenen, das setzt Patriotismus voraus. Aber diesen Patriotismus verachten die Politiker von CDU bis Linke. Und genau das ist der entscheidende Punkt in der jetzigen Diskussion über die Wehrpflicht. (Beifall AfD) Die Wiederbelebung der Wehrpflicht hier und heute kann von den Altparteien nicht gut begründet werden. Deshalb lehnen junge Menschen und ihre Eltern das Kriegsertüchtigungsprojekt intuitiv und zu Recht ab. Die jungen Leute merken, wenn man ihnen eine Pflichterfüllung zur angeblichen Sicherung ihrer Zukunft abverlangt, gleichzeitig die herrschende Politik diese Zukunft Stück für Stück zerstört. Was soll der junge Mann mit einer Bundeswehr verteidigen, die keinen Patriotismus und keine Tradition mehr kennt? (Beifall AfD) Ja, was soll er verteidigen? Drag-Queen-Auftritte in Kindergärten, die Deindustrialisierung, die Plünderung der Sozialversicherungssysteme, die mit Betonmauern gesicherten Lichterfeste, die früher mal Weihnachtsmärkte hießen, die Massenzuwanderung, die ihn fremd im eigenen Land macht, den Schuldstolz? Sehr geehrte Kollegen Abgeordnete, ich möchte zum Schluss betonen: Bevor auch nur ein einziger junger Mensch in diesem Land zwangsweise wieder in Uniform antreten soll, muss dieser Staat endlich wieder ein Staat für die Deutschen werden – für die Deutschen werden! –, (Beifall AfD) freiheitlich auf deutsche Interessen und klar auf Völkerverständigung ausgerichtet und orientiert. Bevor junge Menschen von der Politik in diesem Land wieder in die Pflicht genommen werden, muss die Politik zuerst endlich wieder in die Pflicht gegenüber dem eigenen Volk treten. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall AfD)

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