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Götze

30.10.2025 Sitzungen 8/28

Erarbeitung des Landeskonzepts zur Suchtprävention – Gefahren und Abhängigkeiten flächendeckend vorbeugen und bekämpfen

Das ist ein Antrag der antragstellenden Fraktionen. Ich als Vertreter der Landesregierung, des Ministeriums verhalte mich hier dazu. Der Auftrag beinhaltet genau das: Ein Konzept zu erstellen, dass auch dieses Anliegen in den Blick nimmt, das gewährleistet, dass wir uns nicht nur mit den unmittelbar Betroffenen – Sie heben jetzt auf die Jugendlichen ab – auseinandersetzen, sondern dass wir auch die familiären Strukturen in den Blick nehmen. Ich hatte das eingangs ausgeführt. Es ist nicht nur ein Problem derer, die unter Internetkonsum, Drogenkonsum oder sonst irgendwas leiden, sondern das ist ein Problem der gesamten betroffenen Familien. Selbstverständlich werden wir unsere Beratungsstrukturen genau dort ansetzen; das tun wir heute auch schon. Wenn Sie sich im Detail mit Beratungen, wie sie jetzt schon stattfinden, beschäftigen würden, dann könnten Sie das auch feststellen. Wir können dazu gern mal in den Austausch treten. Aber das gilt es jetzt zu vernetzen und zu stärken. Das ausdrückliche Ziel – so habe ich zumindest den Antrag verstanden – ist eben auch, die Eltern in den Blick zu nehmen. Ich hoffe, ich habe Ihre Zwischenfrage damit beantwortet. Wir dürfen – dort war ich stehen geblieben – Risiken nicht verharmlosen. Illegale Substanzen zirkulieren – und das ist uns allen bewusst – ohne Qualitätskontrollen. Verunreinigungen und Überdosierungen führen zu schweren Gesundheitsschäden. Deshalb ist es klug, Erkenntnisse aus Projekten wie SubCheck zu nutzen, nicht als Einladung zum Drogenkonsum, sondern als Baustein zur Schadensminimierung und als Instrument zur Früherkennung neuer Trends im Drogenmarkt. Gleichzeitig bekennt sich der Antrag klar zur Bekämpfung des illegalen Drogenhandels und verbindet damit Prävention und Sicherheit auf sinnvolle Weise. Nicht zuletzt hat der Antrag einen wichtigen sozialpolitischen Schwerpunkt. Kinder, die in suchtbelasteten Familien aufwachsen, sind einem hohen Risiko ausgesetzt, später selbst eine Sucht zu entwickeln. Sie brauchen Schutz, Aufmerksamkeit und Unterstützung. Wer hier wegschaut, lässt junge Menschen im Stich. Der Antrag setzt deshalb zu Recht auf frühzeitige Hilfen und Intervention. Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete, der heute vorliegende Antrag schafft die Grundlage dafür, Suchtprävention in Thüringen strategisch, flächendeckend und modern aufzustellen. Er verbindet Gesundheitsförderung mit sozialer Verantwortung, Prävention mit Aufklärung und Sicherheit. Es geht nicht nur darum, Sucht zu bekämpfen, sondern vor allem darum, Zukunft zu schützen. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall CDU, BSW, SPD)

Protokoll ↗