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Tilo Kummer

29.10.2025 Sitzungen 8/27

Frage des Abgeordneten Dr. Dietrich (AfD)

Wissen Sie, Herr Dietrich, unsere Vorfahren hatten andere Ideen oder bisher hatte man andere Ideen. Wenn Sie sich ansehen, ich nehme bloß mal Ihre Positionen, die Sie bezüglich Windkraft und Schutz unserer Landschaft vertreten. Wenn Sie sich anschauen: das Lausitzer Kohlerevier, 400 Quadratkilometer Fläche, die da weggebaggert worden sind, wo wir jetzt die Schwierigkeit haben, wie wir das irgendwie mit Wasser vollkriegen, damit uns die Tagebauränder nicht abrutschen. Das Wasser ist dann in manchen dieser großen Seen schweflige Säure. Energieerzeugung in der Vergangenheit, die sicherlich viel zum Wohlstand dieses Landes beigetragen hat, hat zu massiven Auswirkungen geführt. Über Atomkraft haben wir uns ja schon mal verständigt, damit will ich hier nicht noch mal anfangen. Es ist sicherlich nicht einfach, hier in die neue Zeit zu kommen und die entsprechenden geeigneten Wege zu finden. Aber wenn Sie sich mal ansehen, wie Einspeisekurven von Photovoltaik und wie Einspeisekurven von Wind sind, wo Ihre Zahlen nicht ganz stimmen. Also mit Photovoltaik habe ich in etwa 1.000 Volllaststunden im Jahr. Das sind aber Volllaststunden, das heißt, das verteilt sich, die wenigste Zeit ist Volllast, nur im Sommer in Mittagsstunden, ansonsten ist das deutlich anders. Man kann Anlagen auch anders aufstellen, in Ost-West-Ausrichtung, dann sieht das noch mal anders aus, damit kriege ich auch noch mehr abgebildet. Im Windbereich reden wir aktuell von 2.500 bis 3.000 Volllaststunden bei den neuen Anlagen, die errichtet werden. Das verteilt sich aber auch wieder anders. Und so komme ich tatsächlich dazu, wenn ich das mit temporären Speichern verknüpfe, dass ich über einen großen Teil des Jahres eine gute Abdeckung habe. Dann bleibt am Ende wirklich nur noch ein geringer Prozentsatz übrig, wofür ich dann ein Kraftwerk hochfahren muss, das auf Gas basiert, das auf Biomasse basiert, um dann entsprechend die Versorgungssicherheit abzubilden. Diese Kraftwerke sind natürlich extrem teuer, denn Abschreibungen fokussieren sich da auf wenige Wochen im Jahr. Und das ist am Ende der Punkt, wofür der höchste Strompreis im Jahresverlauf entsteht. Aber wenn Sie dann die Stromkosten insgesamt mal zusammentun mit den 6 bzw. 7 Cent, die ich im normalen Jahresverlauf bei den Erneuerbaren habe, dann ist das ein Ergebnis, das aus meiner Sicht, wenn ich mir die Gesamtsystemkosten ansehe, perspektivisch tragen kann. Zu dem Rest der Aufgabe, weil Sie ja vorhin auch gesagt haben: Soll nur noch gearbeitet werden, wenn denn Energie da ist? Nein, soll nicht. Natürlich soll ausgeglichen werden. Aber es gibt systemdienliche Anlagen. Das sind nicht nur Pumpspeicherwerke, das sind nicht nur Batteriespeicher. Das werden perspektivisch auch Hochtemperaturelektrolyseure sein, die auch hochgefahren werden können und runtergefahren werden können und womit ich dann die Energiespitzen abfange und am Ende damit einen Energieträger gewinne, der uns zur Verfügung steht, wenn Wind und Sonne nicht da sind. Das muss alles ausmodelliert werden. Wie gesagt, es kostet Geld, aber es wird ein nachhaltigeres System sein, als es die Energieerzeugungsmethoden der Vergangenheit waren.

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