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Christian Tischner

29.10.2025 Sitzungen 8/27

Frage der Abgeordneten bothe (CDU) Ger

Vielen Dank. Ich fange mal mit den Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern an. Uns als Landesregierung ist wichtig, dass wir, wenn wir Seiteneinsteiger einstellen – und wir kommen leider nicht drumherum, weil wir die Kolleginnen und Kollegen mit ihrem Engagement und mit ihren Kompetenzen auch brauchen, um den Unterricht abzusichern und gute Bildung zu betreiben –, diese Kolleginnen und Kollegen bei ihrem Start in einen völlig neuen Beruf nicht alleinlassen und sie auch nicht ins kalte Wasser schicken und ihnen möglichst den sogenannten Praxisschock etwas nehmen wollen. Wir haben deshalb unmittelbar nach Übernahme der Regierung dort die Weichen gestellt. Ich habe veranlasst, dass es einen Vorkurs für Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger gibt, der drei Monate dauert. Der hat erstmals am 1. August 2025 begonnen – ich durfte selbst bei der ersten Veranstaltung mit anwesend sein –, geht jetzt diese Woche nach drei Monaten zu Ende, sodass die Kolleginnen und Kollegen dann ab nächster Woche den Schulen komplett zur Verfügung stehen. Darauf freuen sich viele Schulen in Thüringen, weil in der Tat die Situation – wie Sie alle wissen – nicht befriedigend ist. Die Rückmeldungen zum Kurs sind sehr gut. Ich finde es auch gut und richtig, gerade auch im Berufsschulbereich, im Regelschulbereich Praktiker mit in die Schulen zu holen, aber sie eben auch zu unterstützen. Dazu gehört auch der Ansatz, dass wir gesagt haben: Wir wollen mehr in der Lehrerbildung tun in den Bereichen, wo ein großer Mangel besteht. Wir sind intensiv im Gespräch mit den Universitäten im Bereich der naturwissenschaftlichen Lehrerausbildung. Das ist ein sehr dickes Brett, das wir da mit den Universitäten gemeinsam bohren müssen, im Wesentlichen auch der Grund, warum das Bildungs-, Wissenschafts- und Kulturministerium wieder zum Bildungs- und Wissenschafts- und Kulturministerium geworden ist, um das Thema der Lehrerbildung eng mit den Bedürfnissen und Bedarfen zu verzahnen, die wir im Bildungsbereich tatsächlich haben. Viele von Ihnen kennen mein Beispiel: Es kann nicht sein, dass 60 Chemie-Studierende oder Physik-Studierende anfangen und am Ende ein oder zwei fertig werden. Deswegen sind wir da sehr gut im Gespräch mit den Hochschulen. Und wir haben uns auf den Weg gemacht, die duale Lehrerbildung zu stärken – dahin gehend, dass wir nicht nur die 50 Studierenden vom letzten Jahr im Bereich der Regelschulen natürlich weiter unterstützen und fördern. Da hatten drei aufgehört. Das ist aber eine relativ kleine Quote im Vergleich zu den sonstigen Studienabbrüchen. Also scheinbar ist das Modell interessant. Mal schauen, was jetzt im dritten Semester passiert. Aber wir haben gleichzeitig für den neuen Lehrgang auch auf 70 Studierende erhöht, die nun für Regelschulen noch angefangen haben. Also insgesamt haben wir jetzt 120. Wir wollen das weiter ausweiten, so der Vorschlag auch im Haushalt hier an das Parlament. Ich werbe an der Stelle auch gern noch mal um Unterstützung, damit wir dieses Modell fortsetzen können. Dritter Punkt: Wir sind gleichzeitig sehr intensiv im Gespräch mit der Fachhochschule Nordhausen, um im Bereich der MINT-Lehrer spezielle Bildungsangebote über die Fachhochschule und eine Kooperation mit der Universität Erfurt zu gewinnen, auszubilden, um diesem großen Manko, der großen Herausforderung entgegenzutreten, dass wir gerade im naturwissenschaftlichen Lehrerbereich auf eine schwierige Problematik zusteuern und an den Regelschulen, Gemeinschaftsschulen oftmals auch schon sind.

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