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Christian Tischner

29.10.2025 Sitzungen 8/27

Frage des Abgeordneten bert (CDU) Gei

Ganz vielen Dank, Herr Abgeordneter, für die Nachfrage. In der Tat – Sie haben es beschrieben – sind wir nicht nur exzellent an der Universität Jena mit den beiden Clustern, sondern wir haben eine breite Forschungs-, Innovations- und Hochschullandschaft, die diesen Titel für sich in Anspruch nehmen kann. Aber bei diesem konkreten Programm geht es darum, dass die Universität Jena die Chance hat, im kommenden Jahr Exzellenzuniversität zu werden, und damit erhebliche Millionenmittel für ihre Arbeit und für ihre Projekte einwerben kann. Die Voraussetzung für die Exzellenzuniversität ist, dass man zwei Exzellenzcluster einwirbt. Die Universität hat in den letzten Jahren bereits ein naturwissenschaftliches Exzellenzcluster eingeworben: „Balance of the Microverse“. Dieses ist in diesem Jahr vom Wissenschaftsrat in die zweite Runde verlängert worden. Und – das ist das Große und Erfreuliche gewesen, ich war selbst in Bonn, als die Entscheidung verkündet wurde, und dann gleich am Abend bei der Universität in Jena, wo man das natürlich mit großer Freude gefeiert hat – jetzt ist mit „Imaginamics“ auch ein weiteres Cluster hinzugekommen, ein geisteswissenschaftliches Cluster. Wir sind als Landesregierung auch sehr glücklich über diese Entscheidung, weil sich jetzt hier sowohl die Naturwissenschaften als auch die Geisteswissenschaften widerspiegeln. Das ist auch das, was Thüringen in seiner wissenschaftlichen Arbeit ausmacht, aber was auch in der DNA der Universität Jena seit Jahrzehnten – man kann ja fast sagen, seit Jahrhunderten – verankert ist. Wir haben jetzt als Landesregierung die Chance, vor allem mit der Uni Exzellenzuniversität zu werden. Wir haben in den vergangenen Jahren – noch mal zu Ihrer Frage – die Universitäten in Thüringen mit über 7 Millionen Euro unterstützt, um die Anträge zu machen, nicht nur die Jenaer Universität, sehr stark natürlich, aber beispielsweise auch Ilmenau. Es gab verschiedene Cluster, die sich auf diese Exzellenzinitiative beworben haben. Wir werden als Landesregierung auch mit Blick auf die Graduate School, die in dieser Zeit entstanden ist, weiter unterstützen. Da haben wir in der Vergangenheit schon unterstützt. Jetzt im Antragsprozess ist ein enges Miteinander. Mein Staatssekretär Prof. Teichert spricht fast wöchentlich mit dem Präsidenten Prof. Dr. Marx. Wir haben das Gefühl, die wollen da jetzt von uns auch nicht reinregiert werden. Dort liegt auch die Kompetenz. Ich habe großes Vertrauen, dass wir in 14 Tagen oder drei Wochen den Antrag sehen können, den die Universität vorbereitet hat, und wir dann einen guten Weg in Richtung Exzellenz gehen können, weil wir in Thüringen, in Jena so herausragende Forschungsleistungen zu präsentieren haben. Es wäre insgesamt für Ostdeutschland eine große Chance – vielleicht darf ich den Satz noch sagen –, weil es aufgrund der zwei Exzellenzcluster, die man braucht, um sich überhaupt zu bewerben, mittlerweile so ist, dass die Chance eigentlich nur für Dresden, die schon Exzellenzuniversität ist, und Jena besteht. Wir könnten in Ostdeutschland als Exzellenzuniversität neu hinzukommen. Berlin, klar, darum machen wir die Klammer. Jetzt gilt es, das auch mit Unterstützung des Parlaments gemeinsam zu realisieren.

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