Christian Tischner
Regierungsbefragung Teilnehmende Mitglieder der Landesregierung: Minister für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten, Herr Tilo Kummer Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Herr Christian Tischner
Die Kollegin hat mir schon die Stechuhr hingelegt, Herr Präsident. Meine sehr geehrten Damen und Herren, in der Tat, ich bin auch dankbar für die Möglichkeit, heute hier mit Ihnen gemeinsam eine erste Bilanz über die Arbeit des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur zu ziehen – ein sehr großes Haus, in dieser Wahlperiode wieder zusammengenommen, so wie wir es viele Wahlperioden in Thüringen hatten. Ich kann feststellen, dass die Zusammenschmelzung dessen, was zusammengehört, gut gelungen ist. Wir fühlen uns als das Zukunftsministerium, weil wir einerseits natürlich unsere Kinder und Jugendlichen auf ihr Leben im Hochschul- und im Wissenschafts- und Forschungsbereich vorbereiten, die natürlich ganz stark auf unsere Zukunft wirken, und unsere Kulturabteilung, unser Kulturbereich letztendlich als die Identität unseres Freistaats auch ganz deutlich auf die Zukunftsfähigkeit mit einzahlt. Die Baustellen, ähnlich wie es Kollege Kummer beschrieben hat, sind auch in unserem Ministerium nicht klein. Sie haben vernommen, wie intensiv die Diskussionen um das Thema der Hochschulen laufen. Wir haben uns als Landesregierung dazu bekannt, alle Thüringer Hochschulstandorte zu erhalten. Das ist gut und das ist richtig so. Nichtsdestotrotz signalisieren uns die Hochschulen, dass man auch einen Bedarf sieht, über die zukünftige Entwicklung der Thüringer Hochschul- und Forschungslandschaft zu sprechen. Wir haben dazu jetzt ein Jahr gewonnen, sage ich mal, mit Blick auf das Planungsjahr 2026, um einen breiten Dialog mit den Hochschulen, mit den Akteuren im hochschulpolitischen Raum zu beginnen. Im Kulturbereich, ähnlich breit: Hier bin ich sehr dankbar, auch innerhalb der Landesregierung, dass wir einen starken Schwerpunkt auf die Breite gesetzt haben, die wir in unserer Kulturlandschaft haben. Sie wissen alle: Wir haben viele Theater, wir haben viele Orchester, wir haben noch mehr Schlösser, noch mehr Burgen und viele Parkanlagen. Das fordert uns heraus, gerade in knappen Zeiten. Nichtsdestotrotz, glaube ich, haben wir mit dem vorliegenden Haushalt gezeigt, dass uns diese Kulturbereiche genauso wichtig sind wie auch das, was in der Zukunft passiert. Der Bildungsbereich überlagert so manchmal die ganze Arbeit und ist nur ein Teil dessen, was wir tun. Sie wissen: Im Bildungsbereich sind wir in großen Themenfeldern unterwegs. Das eine große Themenfeld ist das Thema der Qualität – Qualitätsentwicklung von der frühkindlichen Bildung über die schulische bis hin natürlich in die berufliche Bildung, aber auch in die Erwachsenenbildung hinein. Es ist auf der anderen Seite das große Thema des Unterrichtsausfalls. Über 10 Prozent der Schülerinnen und Schüler verlassen unsere Schulen ohne Abschluss, zu wenige Studierende, die ausgebildet werden, um letztendlich die offenen Stellen zu besetzen. Wir haben ein großes Maßnahmenpaket angeregt und auch vorgeschlagen. Das erste ist in Wirkung, zeigt auch seine ersten Wirkungseffekte, und ein weiteres ist in diesem Bereich unterwegs. Abschließend möchte ich für das kollegiale Miteinander danken, auch vielleicht für die einen oder anderen Impulse, die wir mitgeben, mitnehmen ins Haus, und ich will auch ganz herzlich meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken, denen ich immer wieder sage: Denkt daran, wir sind nicht für uns da, sondern wir sind für die Menschen, für die Leute in unserem Freistaat da. Mit dieser Philosophie gehen wir an die Aufgaben heran. Danke schön.
