Boos-John
Frage der Abgeordneten bothe (CDU) Ger
Danke schön, Frau Gerbothe. Ich war ja im Sommer, ich glaube, es war Juli, selbst in Hohenfelden beim Schafzüchtertag. Das war für mich eine sehr eindrucksvolle Veranstaltung, weil wir hier tatsächlich gesehen haben, dass die Situation der Schäfer eine prekäre ist. Man muss ja leider sagen, das ist eine Einkommensstruktur, die sehr stark in der Förderung ist. Ich habe mich im Haus danach erkundigt, wo wir in Bezug darauf stehen. Hier konnte mir mein Team gut vermitteln, dass der Schäfer der Berufszweig ist, der die höchste Förderung pro Mitarbeiter bzw. auch pro Hektar hat. Nun bin absolut bei Ihnen. Das ist ein extrem wichtiger Beruf, der – und das kann man schon sagen – fast vom Aussterben bedroht ist, generell die Außenberufe sind ja immer weniger attraktiv, gerade in Bezug auf Hitze, aber auch in Bezug auf Schlechtwetter. Von daher ist es wichtig, dass wir uns dieser Berufsgruppe auch extrem annehmen, weil sie sich eben auch in Bezug auf die Offenlandhaltung für den Erhalt einer Vielzahl von Kulturlandschaften verantwortlich zeigt und wir hier an dem Punkt sicherlich auch eine Biodiversität garantieren können. Mit dem Ansatz, den wir haben neben allem, was Förderung ist – wir haben ja eine Vielzahl von Förderungen, Direktzahlungen, die auf der einen Seite geleistet werden, also auch Tierprämien direkt. Wir haben jetzt aufgrund des Wolfs auch die Situation, dass wir dort speziell fördern, dass wir die Ausbildung von Hütehunden mit betreiben, dass wir Investitionsförderung direkt für die Schäfer unterstützen oder die Förderrichtlinie für Tierzucht und noch drei, vier andere Punkte. Was ich aber glaube, was ganz wichtig ist, ist, so einen Beruf oder so eine Situation sichtbar zu machen, einfach zu zeigen, hier ist wirklich ein Beruf, der in der Entwicklung erstens mal extrem sinnhaft ist und extrem wichtig für unsere Natur und die Kultur, aber eben auch eine tolle Symbiose zwischen Natur, Tier und Mensch darstellt. Von daher die Sichtbarmachung des Berufs – und das ist für mich ein Zeichen gewesen – an diesem Schäfertag: Zu sehen, wir haben hier eine Fülle von Wettbewerben, wo die älteren Schäfer partizipieren, gewinnen, aber die jüngeren Schäfer es gar nicht können, weil sie von der Ausbildung oder von den Erfahrungswerten noch nicht so weit sind. Ich glaube, wir tun hier gut daran, uns auch darauf zu konzentrieren, aus unserem Ressort heraus zu sagen: Mensch, lass uns zum Beispiel für die Jungzüchter, für die jungen Schäfer auch Wettbewerbe darstellen, die die dann in den Vordergrund stellen.
