Schenk
Frage der Abgeordneten ben-Schaumann (AfD) Dü
Vielen Dank für die Frage. Sie sprechen ein sehr zentrales Thema an. Gerade bei der Sucht- und Drogenpolitik muss es ja darum gehen, nicht nur präventiv tätig zu sein, obwohl ich dem einen sehr hohen Stellenwert einräume, sondern, wie Sie sagen, auch den Menschen die Hand zu reichen, die sich schon auf dem Ast befinden, zu sagen: Ich möchte meine Drogensucht beenden. Das ist ja erst mal sehr begrüßenswert. Völlig zu Recht haben Sie darauf hingewiesen, dass dazu erst mal medizinische Schritte notwendig sind. Der direkte Mangel an solchen Entgiftungsplätzen wurde noch nicht an unser Ministerium herangetragen, was sicherlich auch damit zu tun haben kann, dass wir, wenn es um die ärztliche Versorgung geht, den Sicherstellungsauftrag durch die KV wahrnehmen lassen. Da gibt es regelmäßige Jours fixes, in denen die Versorgungssicherheit im Allgemeinen auch hinsichtlich verschiedener fachärztlicher Betreuungen betrachtet wird. Wir denken jetzt zum Beispiel anlässlich des Aktionstags an Kinder mit Fetalem Alkoholsyndrom, was häufig eine Folgeerkrankung von Menschen ist, die vorher von einer Sucht betroffen waren, da ist uns ein fachärztlicher Mangel mitgeteilt worden, in Ihrem konkreten Einzelfall nicht. Dem können wir aber gern nachgehen, weil ich die Einschätzung teile, dass man natürlich diesen Einstieg in den Ausstieg aus der Sucht auch durch die medizinische Notwendigkeit zur Verfügung stellen muss.
