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Schenk

10.09.2025 Sitzungen 8/22

Frage der Abgeordneten (CDU) Heber

Ich war heute zum Beispiel erst zu einer Tagung mit den Geschäftsführern der Jobcenter, die in einer regelmäßigen LAG zusammenkommen. Da haben wir unter anderem auch diese Frage diskutiert, wie der Instrumentenkasten, was die dort vorliegen haben, schon unseren Zielen wirksam Rechnung trägt. Am Ende ist es ja die Frage, wie man mit den potenziellen Teilnehmern am Arbeitsmarkt umgeht, bei denen das Match bisher bei dem großen Portfolio an Beschäftigungsstellen, das wir haben, eben nicht so einfach funktioniert. Man stellt sich das normalerweise so vor, da sind freie Stellen und da sind Leute und dann bringt man das zusammen. Wir müssen konstatieren, dass dies nicht der Fall ist, sondern dass offensichtlich viele Drehschritte zu gehen sind, seien das sprachliche Dinge, sei das die Frage von Inklusion, sei das die Frage von einer bestimmten Gewöhnung an eine Arbeitsstruktur, wie das in Produktionsschulen zum Beispiel gemacht wird. Wir werden Ihnen zum Beispiel mit dem kommenden Haushalt noch mal so ein Produktionsschulmodell unterbreiten, wo wir genau bei dieser Frage, wenn junge Menschen vielleicht durch Schulabstinenz oder durch andere Dinge eben einem strukturierten Ablauf von „Ich gehe morgens 8.00 Uhr irgendwohin und 16.30 Uhr wieder nach Hause“ aus vielleicht verschiedensten Gründen entfremdet wurden, das wieder zusammenzuführen. Die BA hat da auch eine ganze Menge unterschiedliche Instrumente, wo es um Präqualifizierung geht, wo es darum geht, dass man mehr praktische Tätigkeiten ausführt. Nichtsdestotrotz – muss man am Ende ja sagen – braucht es noch immer Unternehmerinnen und Unternehmer, die bereit sind, daran sozusagen mitzuarbeiten und mitzuziehen. Das ist genau wie bei uns, wir bezuschussen ja von meinem Haus auch inklusive Arbeitsplätze. Am Ende brauche ich trotzdem Unternehmen, die auch unabhängig von dem finanziellen Zuschuss – das ist ja nicht unser einziges Problem – bereit sind, das Zeitmanagement und die persönliche Ressource da reinzulegen, um quasi dieses Mix und Match zu machen. Da wünsche ich mir – und da bin ich auch mit der Wirtschaftsministerin immer dabei, das zu prägen –, dass wir auch mit den Menschen arbeiten müssen, die da sind. Es nützt nichts, Generationenbeschimpfung zu machen und zu sagen „Früher war alles besser, alle waren schlauer“, sondern man muss mit denen tanzen, die auf der Bühne sind, und muss dann eben auch mit diesem Potenzial umgehen. Und weil Sie jetzt gefragt haben: Das einzige Projekt, was mir jetzt spontan eingefallen ist, weil ich vorhin geguckt hatte, ist dieses Naherholungsgebiet Gondelteich. Es gibt bestimmt eine ganze Menge von Projekten in Ihrem Wahlkreis, die durch die Richtlinie gefördert werden. Das müsste ich Ihnen aber gegebenenfalls, wenn Sie da Interesse daran haben, schriftlich zuarbeiten, welche das alle sind, weil ich die jetzt so nicht persönlich aus dem Ärmel schütteln kann.

Protokoll ↗