Boos-John
Frage des Abgeordneten bert (Die Linke) Schu
Ja, wir haben eine Strategie. Wir wollen den Unternehmen – und das ist aus unserer Sicht wichtig, die Wirtschaft braucht Freiraum – den Freiraum auch überlassen, damit sie sich gut entfalten können. Außerdem – und ich glaube, das ist eine ganz wichtige Seite – müssen wir aufhören, Unternehmen zu gängeln. Wir müssen an dem Punkt den Freiraum auch derart gestalten, dass die Unternehmen in Bezug auf Entbürokratisierung wesentlich mehr partizipieren, um ihre Ressourcen besser einsetzen zu können, und das vor allen Dingen unter dem Gesichtspunkt des demografischen Wandels, den wir haben. Das genauso wie das Thema der Digitalisierung – Unternehmen im Bereich der Digitalisierung auch die Entbürokratisierung zu ermöglichen, das sind Themen, um die Wirtschaft sich weiterentwickeln zu lassen im ganz Allgemeinen. Aber unsere Aufgabe ist – und ich glaube, wir tun gut daran, wenn wir in die Zahlen schauen –, dass wir uns angucken, welche Formen von Unternehmen wir in Thüringen haben. Wir sind sehr mittelstandlastig, 98 Prozent unserer Unternehmen kommen aus dem kleinen und mittelständischen Bereich. Diese Unternehmen haben im Moment eine Situation, dass ihre Produktivität im Vergleich zu anderen Bundesländern zu wünschen übrig lässt. Das heißt, wir müssen unbedingt produktivitätssteigernde Maßnahmen unterstützen, aber nicht selber einleiten. Wie können wir bei produktivitätssteigernden Maßnahmen unterstützen? Das ist zum einen, dass wir die Wirtschaft zu den wirtschaftsnahen Forschungsinstituten bringen, also gemeinsam hier Potenziale erkennen, die vor allen Dingen in den Industrien der Zukunft liegen, also zum Beispiel im Halbleiterbereich, im KI-Bereich, und wir das dann eben auch flankieren mit Fördermaßnahmen. Das ist unsere Strategie.
