Dr. Frank Augsten
Förderung des Kleingartenwesens in Thüringen stärken und dessen Beitrag für die Bevölkerung sowie den Umwelt- und Naturschutz anerkennen
Wenn man eine Rede vorliest, die man nicht selbst geschrieben hat, dann kommen einem manchmal Gedanken. Mich bewegen schon noch mal diese 5.000 Parzellen im ländlichen Raum, die nicht bewirtschaftet werden. Mich hat es noch mal nach vorn getrieben. Wir hatten gestern diese Diskussion um Krieg und Frieden. Manche reden von Verteidigungsbereitschaft, manche von Kriegstüchtigkeit. Und ich will mal dem Kleingartenwesen wirklich viel Mut machen: Wir werden noch jeden Quadratmeter brauchen. Es ist eigentlich erschütternd, wie wir damit umgehen. Das ist der eine Punkt, dass wir wirklich – und das sage ich als überzeugter Landwirt – noch nach Flächen suchen werden, um Lebensmittel herzustellen. Wir geben ganz viel Geld für Waffen aus. Wir nehmen jetzt auch EU-Mittel, die wir eigentlich für den Landwirtschaftsbereich bräuchten, dort weg, um dort auch in die Militärindustrie zu investieren, was uns allen große Sorgen bereitet. Insofern ist der eine Punkt Verteidigungsbereitschaft. Dazu gehört eben auch, dass man sich mit Lebensmitteln versorgt. Wenn ich als jemand, der fast 1.000 Quadratmeter sehr intensiv ökologisch bewirtschaftet, nachher die Nachrichten lese „Bitte macht eure Keller voll, falls der Krieg ausbricht“, dann muss ich darüber lachen. Meine Keller sind schon immer voll gewesen – und das nehme ich einfach mal so mit. Das Zweite ist ein Hinweis an die Verbände: Das sind wirklich grüne Oasen. Und dass in den Städten möglicherweise diese Kleingärten gesucht werden oder gefragt sind, liegt vielleicht daran, dass man gern aus diesen Wohnblocks rausgeht ins Grüne, weil man es im Sommer möglicherweise dann in der Stadt nicht mehr aushält. Also auch hier eine große Chance und hier der Aufruf an die Städter, sich Kleingärten im ländlichen Raum zu suchen. Da fährt man eben lieber einen Meter
