Ralph Hutschenreuther
Wahl von vom Landtag zu berufenden Mitgliedern des Richterwahlausschusses und deren Vertreterinnen beziehungsweise Vertreter
Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen Abgeordnete, eigentlich hatte ich vor, jeden Einzelnen von Ihnen anzusprechen, weil mir das Thema auf der Seele brennt. Ich möchte jeden Einzelnen noch mal ausdrücklich begrüßen und bei diesem Thema ansprechen. Bevor der eine oder andere von Ihnen jetzt an dieser Stelle sagt „Was will denn der da vorn?“ und da mit seinem Inneren-Ich-Ohr lauscht – an der Stelle ein Dankeschön an Herrn Dr. Demut für unsere gestrige parlamentarische Morgenandacht – oder innerlich schon resümiert „Die haben doch die Regeln eh schon alle zu ihren Gunsten geändert“ oder „Mit denen spricht man nicht“, gestatten Sie mir – und Kollege Kästner und ich hatten das an der Stelle nicht abgesprochen –, nicht als Politiker der Brombeere und auch nicht als justizpolitischer Sprecher des BSW zu sprechen, sondern gestatten Sie mir, an der Stelle als Vater zu sprechen, als Vater, der genauso da oben sitzen könnte, und als Elternteil, der heute früh seine Kinder im Vertrauen auf die Sicherheit und auf die Gewissheit, sie heute Abend wieder in die Arme schließen zu dürfen, verabschiedet hat. Ich weiß genau, Herr Höcke, Sie sind Vater wie ich, und an dieser Stelle, das ist mein Ausgangspunkt, möchte ich an Sie appellieren, die beiden Gremien, die wir an dieser Stelle wählen, nicht weiter zu blockieren.
(Beifall CDU, BSW)
Gestatten Sie mir an dieser Stelle partei- und fraktionsübergreifend, über alle Grenzen, die uns trennen, die Einigkeit darüber einzuholen, dass wir niemals auf dem Rücken unserer Kinder unsere Streitigkeiten austragen sollten.
(Beifall CDU, BSW)
