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Denny Jankowski

AfD 31.01.2025 Sitzungen 8/8

Keine Gendersprache an Thüringer Schulen – Landtagsbeschluss konsequent umsetzen

Sehr geehrte Frau Präsidentin, werte Abgeordnete, liebe Gäste am Livestream! Herr Zippel, ich finde es schon sehr lustig, wenn Sie hier behaupten, die CDU macht genug gegen Gendern, es braucht die AfD nicht und angeblich würde die AfD etwas kopieren. Schauen Sie doch mal: Seitdem die AfD hier im Landtag ist, wissen Sie, wann die ersten Anträge zum Thema Gendern hier eingebracht wurden? 2015. (Zwischenruf Abg. Zippel, CDU: Vor Ihnen schon!) Ja, 2015 waren die ersten Anträge hier, (Zwischenruf Abg. Zippel, CDU: Vor Ihnen!) weit bevor Sie irgendeinen gemacht haben. Und wissen Sie, welche Diskussionen es da vonseiten der CDU gab? Das Problem gibt es gar nicht. Die Anträge wurden reihenweise abgelehnt. Und dann, als Sie dann 2022 endlich mal gemerkt haben, dass das Thema „Gendern“ doch ein Problem sein könnte, dann kamen Sie mit Ihrem Antrag. Das Lustige ist: Wissen Sie, was uns unterscheidet? Wir schauen nicht darauf, wer den Antrag einbringt, wir gucken auf den Inhalt. Deswegen haben wir Ihrem Antrag zugestimmt und Sie haben unseren abgelehnt. Das ist der einzige Grund. (Beifall AfD) Und, Herr Hoffmeister, wenn Sie meinen, es gibt dieses Problem an den Schulen nicht, weil es angeblich sowieso verboten ist, dies zu tun. Da frage ich mich: Haben Sie mal die Realität angeguckt? Haben Sie mal mit Eltern gesprochen? Ich kann Ihnen Dutzende Bereiche nennen, wo genau gegendert wird, wo Lehrer im Unterricht gendern, wo Arbeitspapiere ausgegeben werden, Arbeitsblätter in gegenderter Sprache usw. Oder haben Sie mal Briefe von Schulen bekommen? Wenn Eltern Briefe von der Schule bekommen, da haben Sie wunderbar gerade in Jena jede Menge Gendergaps, Gendersternchen usw. Es ist eine wahre Freude, sich da durchzuquälen. Also zu sagen, dass an Schulen nicht gegendert wird, hat einfach mit der Realität nichts zu tun. (Unruhe SPD) (Beifall AfD) Ich glaube, wirklich niemand, der die deutsche Sprache auch halbwegs beherrscht, möchte sich mit all den bunten Sonderzeichen behelligen, egal ob Genderstar, Gendergap, lustigen Fantasiepronomen und was es nicht sonst so alles gibt. Die Bürger dieses Landes können damit nichts anfangen und es wird mit jeder neuen Umfrage auch wirklich wieder von Neuem klar. Das haben Sie auch gesagt, Herr Zippel. Wir haben nur vergessen, es gab letztes Jahr auch die Insa-Umfrage vom 15. Januar und speziell von Thüringen. In Thüringen können gerade einmal 10 Prozent der Befragten die Verwendung der Gendersprache gut oder sehr gut bewerten. 70 Prozent der Thüringer hingegen finden die Verwendung der Gendersprache schlecht bis sehr schlecht, und ich glaube, das Ergebnis dürfte auch keinen hier verwundern. Trotz allem fühlen sich aber die Genderbefürworter immer weiter bemüßigt, die Leute zu belehren, wie sie zu sprechen oder angeblich zu sprechen haben, damit sie keinen diskriminieren. Beinahe monatlich gibt es wieder eine neue Variante, wie man unsere schöne Sprache noch schlimmer verunstalten kann. Auch in unseren Schulen und der öffentlichen Verwaltung macht dieser Wahnsinn einfach keinen Halt, weswegen wir heute wieder darüber hier diskutieren und vor allem auch darüber diskutieren, wie man dem Genderirrsinn in unseren Schulen endlich Einhalt gebieten kann. (Beifall AfD) Geht es nach dem Willen vieler Genderbefürworter, soll die Gendersprache langsam in den Alltag einsickern, dies vor allem gegen den Willen eines Großteils der Bevölkerung. Hier handelt es sich eben nicht, wie es behauptet wurde, um eine natürliche Veränderung der Sprache, sondern um eine gesteuerte Veränderung, erdacht von einer kleinen Gruppe von Wissenschaftlern und Universitäten, die zusammenhocken und anscheinend pausenlos nichts anderes zu tun haben, als sich irgendwie krampfhaft zu überlegen, welche Personen und Gruppen sich denn angeblich mal wieder diskriminiert fühlen müssten und wie die Bürger doch gefälligst sprechen müssen, um diese angebliche Diskriminierung zu umgehen. (Zwischenruf Abg. Schubert, Die Linke: Nen- nen Sie Namen!) Dabei ist es den Genderbefürwortern durchaus bewusst, dass sich die Sprachverunstaltungen auf normalem Wege niemals in der Bevölkerung durchsetzen würden, und deswegen versucht man, zu Mitteln gegen die Bürger zu greifen, die sich nicht einfach wehren können, zum Beispiel bei öffentlichen Dokumenten von Verwaltungen oder gerade auch bei den Kindern an der Schule. (Beifall AfD) Dann kommt immer wieder die Behauptung, es gebe keinen Zwang zum Gendern. Formal vielleicht oftmals nicht, gesellschaftlich aber dann schon, denn die Gleichen, die behaupten, es gebe keinen Zwang zu gendern, sind ja meist diejenigen, die dann gleich hinterherschieben: Wenn du nicht genderst, dann bist du unhöflich oder du diskriminierst. Man erhebt dann also praktisch das Gendern zu einer Art moralischer Notwendigkeit, was komplett irrsinnig und vor allem anmaßend ist. (Beifall AfD) Und, Frau Große-Röthig, die deutsche Sprache diskriminiert niemanden. So ist das generische Maskulinum zwar die grammatisch männliche Bezeichnung, hat aber mit dem biologischen Geschlecht rein gar nichts zu tun. So kommt das Wort „Lehrer“ vom Wort „lehren“ und bezeichnet Menschen, die diesem Beruf nachgehen, unabhängig vom Geschlecht, genauso „erziehen“ – „Erzieher“, „fahren“ – „Fahrer“, „malen“ – „Maler“. Da wird niemand in irgendeiner Form diskriminiert, auch wenn man versucht, da irgendwas anderes hineinzudeuten. Und weil es ja immer so gern behauptet wird: Niemand wird hier irgendwem irgendwas verbieten, wie er privat zu sprechen hat, oder irgendwelche Sprechverbote auferlegen. Sie können zu Hause bei der Familie am Abendbrottisch sitzend sehr gern reden, wie Ihre Arbeitszeit mit Ihren „KollegSternchen-innen“ war, Sie können auch darüber sprechen, wie Sie am Wochenende vielleicht Großeltern Teil 1 und Großeltern Teil 2 besuchen wollen oder ob Sie nicht doch lieber als austragendes Elternteil zusammen mit dem nicht gebärenden Elternteil und den Kindern ein ruhiges Wochenende haben. (Beifall AfD) All dies können Sie tun, es ist aber was völlig anderes, wenn diese Sprachverunstaltungen dann Einzug in die öffentliche Verwaltung finden oder sogar von Lehrern in der Schule verwendet werden. Hier hat man zu Recht zu erwarten, dass nach den Regeln der deutschen Sprache gesprochen, geschrieben und vor allem auch gelehrt wird. (Beifall AfD) Das Gendern findet, egal, ob Herr Hoffmeister das nun bestätigt oder eben nicht, immer mehr Einzug in den Unterricht in unseren Schulen, und dies ist nicht irgendwie unbewusst entstanden oder aus Versehen, sondern es war ganz gezielt. Immer mehr wird in Schulbüchern und Lehrmaterialen gegendert und dies wurde durch die letzte Landesregierung auch regelrecht forciert, Frau Merz, wie die Antwort der letzten Landesregierung auf eine Kleine Anfrage von mir auch sehr deutlich macht. Ich fragte unter anderem: Wie steht die Landesregierung denn dazu, dass Lehrmittel für die Grundschule gendergerechte Schreibweise beinhalten, obwohl dies nicht den offiziellen Regeln der deutschen Rechtschreibung entspricht? Die Antwort der letzten Landesregierung: Die Landesregierung tritt für gendergerechte Sprache ein und befürwortet auch die Nutzung von Lernmitteln in gendergerechter Sprache. Ich fragte weiter: Ist die Landesregierung der Auffassung, dass gendergerechte Sprache in der Schule vermittelt werden sollte? Auch hier die Antwort: Ja, gendergerechte Sprache sollte in der Schule vermittelt werden. Und zum Schluss dann der krönende Abschluss, ich fragte die Landesregierung: Wenn die Landesregierung die Auffassung vertritt, dass gendergerechte Sprache im Unterricht gelehrt werden sollte, ab welcher Klassenstufe erachtet die Landesregierung dies denn für sinnvoll? Hier räumte die damalige Landesregierung ja wenigstens ein, dass gerade die Verwendung von gendergerechter Sprache in der Grundschule nicht einfach ist, da unter Umständen die Schüler die komplizierten Satzkonstruktionen nicht erfassen können. Trotzdem war man aber auch der Auffassung, dass auch schon sehr früh mit gendergerechter Sprache begonnen werden sollte. Denn in der Antwort der Landesregierung kam der Satz – ich zitiere –: „Deshalb sollte dosiert ab Klasse 1 mit gendergerechter Sprache eine Einführung stattfinden.“ (Zwischenruf Abg. Mühlmann, AfD: Herr Hoffmeister? Und?) (Beifall AfD) Ich glaube, die Antwort der letzten Landesregierung macht sehr deutlich, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht, dass das Gendern an den Schulen bisher nicht nur geduldet, sondern vielmehr sogar forciert wurde. Um dieser Fehlentwicklung entgegenzuwirken, haben wir den Antrag hier gestellt, mit dem wir zum Teil die Verwendung von Lernmitteln, Schulbüchern untersagen wollen, die gendergerechte Sprache nutzen. Zum anderen darf in den Thüringer Schulen wieder allein nach den bewährten Regeln des deutschen Sprachgebrauchs und ohne Anwendung gendergerechter Sprache gesprochen, geschrieben, gelesen und vor allem auch wieder gelehrt werden. Lassen Sie uns gemeinsam diesem Genderirrsinn an den Schulen endlich einen Riegel vorschieben. Vielen Dank. (Beifall AfD) Ich beantrage die Überweisung an den Ausschuss für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

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