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Dr. Wolfgang Lauerwald

AfD 26.04.2024 Sitzungen 7/135

Erhöhung der Überlebenschancen bei Herzinfarkten durch die Bildung eines Herzinfarktnetzwerks in Thüringen

Vielen Dank, Herr Vorsitzender. Werte Kollegen Abgeordnete und Zuhörer am Livestream, zum Thema „Herzinfarktnetzwerk“ sind sich alle Beteiligten auf medizinscher, fachlicher Ebene einig. Die unverhältnismäßig hohe Sterberate durch akuten Herzinfarkt liegt in Thüringen mehr als sechsmal höher als im Bundesdurchschnitt. Auf medizinischer Ebene wurde umgehend gehandelt, regional, auf Landesund Bundesebene. Wie ich in der ersten Lesung bereits darlegte, hat sich in Thüringen eine ärztliche Autorengruppe gebildet. Diese hat ein Konzept entwickelt, welches strukturierte Behandlungsmodalitäten der Therapie des Herzinfarkts schaffen soll. Die Landesärztekammer hat die Expertengruppen „Kardiologische Kliniken“ und „Rettungsdienst Kardiologie“ zusammengerufen. Integriert sind mehrere Thüringer Kliniken, kardiologische Praxen und Vertreter der Landesärztekammer. Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie empfiehlt Herzinfarktnetzwerke aus definierten Interventionszentren, sogenannte PCI-Zentren. Nun braucht es eine rasche politische Begleitung, Bahnung und Finanzierung. Leider hat das Thüringer Gesundheitsministerium auch dieses Thema verschlafen. Es erhielt Kritik von Chefärzten und der Landesärztekammer. Nun erhöht die CDU den Druck und macht Tempo. Eine gewisse Planlosigkeit lässt sich hierbei nicht verleugnen. Die Beschlussempfehlung des Ausschusses erfolgte vor acht Tagen, am 18. April. Heute früh kommt Ihr Antrag um die Ecke, die zweite Beratung unbedingt heute abzuhalten. Wenn Ihnen, liebe Kollegen der CDU, das Thema so wichtig erscheint, hätten Sie das doch schon eher regeln können. (Beifall AfD) In der Tat ist der politische Handlungsbedarf dringend geboten. Hoffen wir, dass dies das Gesundheitsministerium verinnerlicht und rasch handelt. Die Etablierung eines Thüringer Herzinfarktnetzwerkes ist absolut zu begrüßen und zu unterstützen. Trotzdem wiederhole ich die nicht unberechtigten Kritikpunkte. Ohne ausreichend Personal, ohne eine essenzielle Verbesserung der digitalen Infrastruktur, ohne endlich einen für Thüringen verbindlichen Krankenhausplan, ohne die nötigen technischen, organisatorischen und logistischen Voraussetzungen laufen die Bemühungen der Mediziner ins Leere. Die Forderung der CDU, dass die Landesregierung die Expertise der Landesärztekammer Thüringen in den Aufbau dieses Herzinfarktnetzwerkes zwingend einbeziehen sollte, also Fachleute mit ins Boot zu holen, ist essenziell wichtig. Vielen Dank. (Beifall AfD)

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