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Denny Jankowski

AfD 02.02.2024 Sitzungen 7/128

b) Keine Gendersprache an Thüringer Schulen

Es ist doch etwas mehr Stimmung. Sehr geehrter Herr Präsident, werte Abgeordnete, liebe Gäste und Schüler auf der Tribüne, wirklich niemand, der die deutsche Sprache nur halbwegs beherrscht, möchte mit all den bunten Sonderzeichen behelligt werden, egal ob Genderstar, Gendergap, lustigen Fantasiepronomen à la „dey“, „dem“ oder „xier“, „xiem“ und was es nicht sonst so alles gibt. Die Bürger dieses Landes können damit nichts anfangen; das wird in jeder neuen Umfrage zu diesem Thema aufs Neue sehr, sehr deutlich. Trotzdem aber fühlen sich die Genderbefürworter immer weiter bemüßigt, die Leute zu belehren, wie sie zu sprechen haben, um angeblich ja keinen zu diskriminieren. Beinahe monatlich gibt es wieder eine neue Variante, wie man unsere Sprache noch schlimmer verunstalten kann. Und auch vor unseren Schulen und der öffentlichen Verwaltung macht dieser Wahnsinn keinen Halt, weswegen wir das heute hier zu diesen Anträgen thematisieren und diskutieren müssen, vor allem auch darüber diskutieren müssen, wie man dem Genderirrsinn endlich Einhalt gebieten kann. Weil Sie von Rot-Rot-Grün es immer so gern behaupten, Herr Schaft zum Beispiel oder Frau Marx: Niemand will hier irgendwem verbieten, wie er privat zu sprechen hat, oder gar Sprachverbote aussprechen. Zu Hause können Sie doch gern so sprechen, wie Sie wollen. Sie können gern über den Arbeitstag mit Ihren Kolleg-Sternchen-innen sprechen. Sie können auch darüber sprechen, ob am Wochenende das austragende Elternteil mit dem nicht gebärenden Elternteil und den Kindern vielleicht mal wieder Großelternteil eins und zwei besucht. Das können Sie alles tun. Sie können auch in den Supermarkt gehen und dann mit der neuesten Sprachkarambolage vom Gottvater des Genders Lann Hornscheidt von „Ens Käufens“ und „Ens Einkaufskorb“ sprechen. Auch das können Sie tun. Okay, wenn Sie das tun, müssen Sie halt damit leben, dass unter Umständen jemand einen Notarzt ruft wegen Verdacht auf Schlaganfall. (Beifall AfD) Aber all das können Sie tun! Es ist dann aber etwas völlig anderes, wenn diese Sprachverunstaltungen Einzug in die öffentliche Verwaltung finden oder sogar von Lehrern in der Schule verwendet werden. Hier kann man zu Recht erwarten, dass nach den Regeln der deutschen Sprache gesprochen und auch geschrieben wird. (Beifall AfD) Leider ist diese Selbstverständlichkeit heute nicht mehr gegeben. Deswegen bedarf es einer Diskussion und Anträge, wie wir sie heute hier besprechen, um diese Selbstverständlichkeit wiederherzustellen. Denn diese rot-rot-grüne Landesregierung findet das Gendern ja nicht nur super, sondern fördert es sogar. Deswegen bekommen Bürger mittlerweile von Verwaltungen Formulare und Schreiben, die sie nicht mehr verstehen, bei denen man die Texte dreimal lesen muss, um überhaupt noch den Inhalt zu erfassen. Denn einen Lesefluss bekommt man vor lauter Sternchen, Unterstrichen, Gaps gar nicht mehr hin. Selbst an den Schulen beginnen nun schon Lehrer den Genderquark den Schülern einzutrichtern, wie ich in der Einbringungsrede zu unserem Antrag beispielhaft erwähnt habe. Genau dieses schleichende Einsickern der Gendersprache in den Alltag, gegen den Willen eines Großteils der Bevölkerung, wird von der Landesregierung gefördert. Hier handelt es sich eben nicht um eine natürliche Veränderung der Sprache, sondern um eine gesteuerte Veränderung. (Beifall AfD) Das Ganze erdacht von einer kleinen Gruppe von Pseudowissenschaftlern an den Universitäten, die anscheinend pausenlos zusammenhocken und dabei sehr krampfhaft überlegen, welche Personen und Gruppen sich denn angeblich diskriminiert fühlen müssten durch unsere jetzige Sprache und wie die Bürger doch gefälligst sprechen müssten, um diese angebliche Diskriminierung irgendwie zu umgehen. Dabei ist den Befürwortern der verschiedenen Gendersprachen ja durchaus bewusst, dass sich die Sprachverunstaltungen auf normalem Weg niemals durchsetzen würden. Deswegen versucht man ja auch zu Mitteln zu greifen, gegen die Bürger sich nicht wehren können, zum Beispiel bei öffentlichen Dokumenten von der Verwaltung und eben auch bei Kindern an der Schule. Ich habe vor einigen Jahren eine Veranstaltung in Jena zum Thema „Gendern“ besucht – und weil es ja jetzt üblich ist zu sagen, wenn ein AfDler eine Veranstaltung besucht, ist das Parteilinie: Ich kann Ihnen versichern, das Gendern ist deswegen nicht Parteilinie geworden. (Beifall AfD) Bei dieser Veranstaltung waren jede Menge Gendertheoretiker anwesend, unter anderem auch Prof. Lann Hornscheidt. Sie haben darüber diskutiert, welche Art des Genderns denn angeblich am wenigsten diskriminiert, ob Genderstar, Binnen-I, Gap usw., also was am besten ist. Ich fand es schon sehr lustig, wie die einzelnen Befürworter sich dabei förmlich in den Haaren hatten und jeweils den Vertretern der anderen Varianten vorgeworfen haben, wen sie denn noch alles mit ihrer Variante diskriminieren. Unter anderem gab es dann aber auch eine längere Diskussion darüber, wie sich das Gendern denn durchsetzen könnte. Alle Gendertheoretiker waren sich in einer Sache einig: Das Gendern wird sich nicht durchsetzen auf normalem Weg. Der normale Bürger lehnt das ab. Selbst an Universitäten werden es wahrscheinlich die eher technischen Studienrichtungen auch nicht wirklich umsetzen wollen. Aber dann kam man schnell zu der Lösung: Man muss ja auch gar nicht alle überzeugen. Wir möchten uns auf die Multiplikatoren konzentrieren. Das waren für die Gendertheoretiker vor allem Moderatoren, Journalisten und auch Lehrer. Man sagte ganz offen, dass das Ziel sein muss, über die Lehrer und Schulen das Gendern in die Köpfe der Kinder zu bekommen, dann würde sich das Ganze mit der Zeit schon irgendwie durchsetzen. Diese Herangehensweise ist perfide, sie ist gegen den ausdrücklichen Wunsch vieler Eltern, deswegen muss schleunigst dem Gendern an unseren Schulen ein Riegel vorgeschoben werden. (Beifall AfD) Vor etwas über einem Jahr stellte ich auch eine Kleine Anfrage, wie die Landesregierung zum Thema „Gendersprache in Schulbüchern“ und in der Schule insgesamt steht. Die Antwort der Landesregierung war sehr bezeichnend. Ich möchte deswegen mal kurz zwei Antworten oder zwei Auszüge hier zitieren. Ich fragte: „Wie steht die Landesregierung dazu, dass Lehrmittel […] [an] Grundschulen teilweise gendergerechte Schreibweise beinhalten, obwohl diese nicht den offiziellen Regeln der deutschen Rechtsschreibung entspricht?“ Die Antwort der Landesregierung: „Die Landesregierung tritt für gendergerechte Sprache ein und befürwortet auch die Nutzung von Lernmitteln mit gendergerechter Sprache.“ Dann fragte ich nach: „Wenn die Landesregierung die Auffassung vertritt, dass gendergerechte Sprache im Unterricht gelernt werden sollte: ab welcher Klassenstufe erachtet die Landesregierung dies denn für sinnvoll?“ So räumte die Landesregierung in der Antwort wenigstens ein, dass der Einsatz von gendergerechter Sprache in der Grundschule nicht einfach ist und unter Umständen die Kinder vor schwierige Konstruktionen stellt, die sie nicht erfassen können. Trotzdem ist man aber der Auffassung, dass auch schon sehr früh mit der Gendersprache begonnen werden sollte, denn in der Antwort kommt folgender Satz, ich zitiere: „Deshalb sollte dosiert ab Klasse 1 mit gendergerechter Sprache eine Einführung stattfinden.“ Ich glaube, diese Antworten der Landesregierung machen sehr deutlich, dass von der Landesregierung nicht nur geduldet wird, dass der Genderirrsinn sich langsam an unseren Schulen ausbreitet, sondern die Politik sogar die Ursache dafür ist. (Beifall AfD) Es wird deutlich, wie wichtig die heute hier zu diskutierenden Anträge sind und wie wichtig es ist, dem Genderirrsinn an unseren Schulen endlich einen Riegel vorzuschieben. (Beifall AfD) Wir werden als AfD-Fraktion auf jeden Fall jeder Initiative und jedem Antrag zustimmen, die bzw. der uns diesem Ziel näherbringt. Das heißt, wir werden auch den Anträgen der CDU zustimmen oder auch einer Ausschussüberweisung. Vielen Dank. (Beifall AfD)

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