Franziska Baum
Gesetz zur Änderung des Thüringer Lehrerbildungsgesetzes und des Thüringer Besoldungsgesetzes hier: Artikel 1
Vielen Dank, Frau Präsidentin. Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, wir Freien Demokraten sind grundsätzlich der Auffassung, dass das Lehramtsstudium bundesweit durchaus einheitlicher gestaltet werden kann.
(Beifall Gruppe der FDP)
Es ergibt für uns überhaupt keinen Sinn, dass Lehramtsstudierende in Hamburg anderen Anforderungen entgegentreten als in Thüringen. Dementsprechend ergibt es für uns auch keinen richtigen Sinn, warum man in Erfurt mehr Leistungspunkte erreichen und ein Semester länger studieren sollte als in Jena. Demnach ist es für uns auch folgerichtig, der Anhebung der Leistungspunkte in Jena auf 300 zuzustimmen. Damit kommen wir auf das Niveau, das in Erfurt schon länger gang und gäbe ist, und passen uns auch an die Mehrheit der anderen Bundesländer an. Wir begrüßen eindeutig, dass sich die inhaltliche Stärkung nicht nur auf die Bildungswissenschaften bezieht, wie es auch die Kollegen Schaft und Tischner hier ausgeführt haben, sondern auch auf die Fachwissenschaften, dass gerade die Themen „Inklusion“ und vor allem „Heterogenität in der Sprache“ aufgegriffen werden und dass digitale Lernmethoden dann ein großes Thema in der Ausbildung sein werden, weil das Themen sind, die in der Schule wichtig werden. Herr Tischner hat sehr stark darauf abgestellt, dass diese Anpassung an die schulstufenbezogene Ausbildung anschlussfähig ist. Glücklicherweise ist sie auch anschlussfähig an die schulartenbezogene Lehrerausbildung. Die Universitäten haben sehr deutlich gemacht, dass das gerade im Zusammenwirken mit dem, was die Reform im Gymnasiallehramt geplant hat, ineinandergreift und dass die Schularten in ihrer Form im Lehramtsstudium an der Stelle gestärkt werden. Man kann jetzt natürlich die Art und Weise kritisieren, wie das hier abgelaufen ist. Ich bin der CDU dankbar – das habe ich auch im Ausschuss gesagt –, dass sie diese Anhörung noch mal ermöglicht hat, weil das einige Fragen geklärt hat. Grundlegend sagen wir: Wenn man in der Minderheit regiert, macht es natürlich Sinn, wenn man solch ein Thema voranbringen möchte, dass man sich dann frühzeitig irgendwie mit denjenigen ins Benehmen setzt, die das mitentscheiden müssen.
(Beifall Gruppe der FDP)
Der Handlungswille im Lehrerbildungsgesetz wurde nach Aussage der FSU bereits Anfang des Jahres bekundet. Da ist das jetzt mal wieder sehr hopplahopp gelaufen. Wir haben es an dieser Stelle aber dennoch gut auf den Weg gebracht. Wir unterstützen das Reformvorhaben der Universität Jena, erhoffen uns ein gutes Gelingen für den Start des reformierten Studiengangs und wünschen allen Studierenden beim Studium viel Erfolg, auf dass es mehr werden.
(Beifall DIE LINKE, BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-
NEN, Gruppe der FDP)
