Dr. Wolfgang Lauerwald
Verordnung von Pubertätsblockern nur nach fachärztlicher Untersuchung – Keine staatlich finanzierte Werbung
Am Ende, wenn ich fertig bin. Medizinische Experten beschreiben den jüngsten Boom, der insbesondere unter Mädchen grassierenden, plötzlichen Abwendungen vom eigenen Geschlecht als „Rapid-onset gender dysphoria“. Hinter etlichen Transitionswünschen stecken auch die Schwierigkeiten, sich der eigenen Homosexualität zu stellen.
(Zwischenruf Abg. Wahl, BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN: Das ist einfach falsch!) Psychiater stellen fest, dass Transidentität zunehmend in Lebenskrisen als Selbstdiagnose gewählt wird. Viele Patienten hoffen, dass körperverändernde Maßnahmen ein Wundermittel für ihre Lebensprobleme darstellen. Differenzialdiagnostisch sind unbedingt fachärztlich psychiatrische Erkrankungen auszuschließen. Denn kombiniert mit etlichen Transitionswünschen verbergen sich Depressionen, Angsterkrankungen und Autismus. In diesem Kontext ist es fatal, dass die Bundesregierung auf ihrem Online-Informationsportal namens „Regenbogenportal“ einseitig in unverantwortlicher Weise Propaganda zu diesen medizinischen Eingriffen ausübt. Schauen wir weg von einer woken Ideologie der Transformation der Geschlechter junger Menschen hin zu der medizinisch-wissenschaftlichen Studienlage. Die fundierteste Grundlage ist der internationale NICE-Report von 2021, welcher 525 Studien auswertete. Das Fazit: Bedeutsame positive Effekte einer Therapie mit Pubertätsblockern waren rar. Hinsichtlich der psychischen Gesundheit wurde die Depressivität der behandelten Jugendlichen nicht, aber deren Angst und Wut reduziert. Die Lebensqualität konnte ebenfalls nicht beeinflusst werden. Es gab keinen Einfluss auf das Körperbild und die Zufriedenheit mit späteren operativen Eingriffen. Der klinische Wert sei fraglich und der Grad der Evidenz ist sehr gering. Abschließend noch ein Wort zu Risiken und Nebenwirkungen: Eine Therapie mit Pubertätsblockern verzögert in der kritischen Wachstumsphase im Körper die Knochendichtezunahme. Das verstärkt sich noch, wenn sich meist eine Therapie mit Geschlechtshormonen anschließt. Eine weitere Folge der Therapie mit Geschlechtshormonen ist immer der Verlust der reproduktiven Fähigkeiten, das heißt, es können nie mehr Kinder gezeugt werden bzw. es kann keine Schwangerschaft mehr entstehen. Schon bei Beginn der Therapie nehmen vor allem Mädchen an Gewicht zu und Jungen haben ein erhöhtes Risiko an Diabetes mellitus zu erkranken. Des Weiteren wird auf negative Einflüsse der psychosozial kognitiven Entwicklung hingewiesen. Die weiße Hirnsubstanz, sie dient unter anderem der schnelleren neuronalen Signalverarbeitung, ist vermindert. Das hatte einen negativen Einfluss auf das Arbeitsgedächtnis. Eine massive Einschränkung der Lebensqualität entsteht durch sexuelle Funktionseinschränkungen nach diesen geschlechtsangleichenden Therapien. Das tabuisierte Problem ist die Anorgasmie. Die Datenlage dabei ist erdrückend. Psychisches Leid entsteht oftmals, wenn die Betroffenen realisieren, dass die erfolgten Therapien unumkehrbar sind. Es mehren sich Stimmen aus der Wissenschaft, Pubertätsblocker nur noch im Rahmen von Studien zu verabreichen. Werte Landesregierung, wirken Sie im Bundesrat darauf hin, dass nur medizinischer Sachverstand die Grundlage jeglicher Maßnahmen sein kann. Die Therapie mit Pubertätsblockern gegen geschlechtliche Hormone und vergleichbare Medikamente und geschlechtsverändernde chirurgische Eingriffe an nicht einwilligungsfähigen Kindern müssen untersagt werden. Staatlich finanzierte Werbung für medikamentöse oder operative Geschlechtsumwandungen, Werbung, die diesen Hype befeuert und die junge Menschen verunsichert und verführt, ist sofort zu beenden. Starten Sie in Thüringen eine Aufklärungskampagne, die einerseits Minderjährige und junge Erwachsene über die in der Regel vorübergehende physiologische Geschlechtsdysphorie in der Pubertät informiert und die andererseits über die physischen Konsequenzen geschlechtsangleichender Maßnahmen insbesondere über irreversible Folgen solcher medizinischen Eingriffe sachlich und ausgewogen informiert. Vielen Dank.
(Beifall AfD)
