René Aust
d) auf Antrag der Fraktion DIE LINKE zum Thema: „Pflegeunterstützungs- und ‑ entlastungsgesetz löst Probleme in Thüringen nicht“
Vielen herzlichen Dank. Ich möchte noch einmal zwei Themenfelder ansprechen, die auch gerade Erwähnung gefunden haben. Das eine ist die Frage: Inwieweit kann die Umverteilung von Geld innerhalb dieses Systems eigentlich dazu führen, dass wir das Fachkräfteproblem lösen? Meine sehr geehrten Damen und Herren, durch die Steuer- und Abgabenpolitik der vergangenen Jahrzehnte treiben Sie die jungen Leute gerade in Scharen aus diesem Land. Hunderte, Tausende der jungen Leute und Fachkräfte verlassen gerade dieses Land und keine Umverteilung wird daran etwas ändern.
(Beifall AfD)
Das Zweite ist, ich möchte schon noch einmal auf dieses letzte Beispiel hier eingehen, auf die Ökonomisierung der Familienbeziehungen, was hier gerade eben gesagt worden ist, nämlich dass man im Prinzip das Sichkümmern in einer Familie mit einer Erwerbsarbeit gleichsetzt, dass hier von unentgeltlicher Care-Arbeit gesprochen wird. Wenn sich Kinder um ihre Eltern kümmern, dann ist das nicht gleichzusetzen mit Care-Arbeit, mit Erwerbsarbeit, sondern dann ist das etwas Originäres, was in der Familie liegt. Das ist das ganz Entscheidende.
(Beifall AfD)
Man darf doch diese liebenden Beziehungen nicht auch noch ökonomisieren, denn wenn man das macht, dann führt das genau in die gesellschaftliche Situation, die wir haben, in der Familie als nichts Besonderes mehr empfunden wird, in der Menschen vereinsamen und in der Angststörungen steigen, Depressionen steigen, Vereinsamungen steigen. All das, was wir in dieser Gesellschaft erleben, ist auf genau dieses Denken zurückzuführen und darum ist es falsch und darum lehnen wir es ab und stehen zu genau diesem System.
(Beifall AfD)
