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Hoffmann

AfD 27.04.2023 Sitzungen 7/108

Für eine zuverlässige, bezahlbare, unabhängige und umweltfreundliche Energieversorgung: Ja zur Kernenergie, Ja zur Hochtechnologie, Ja zur Zukunft

Danke, Frau Präsidentin. In der Begründung unseres Antrags „Für eine zuverlässige, bezahlbare, unabhängige und umweltfreundliche Energieversorgung: Ja zu Kernenergie, Ja zur Hochtechnologie, Ja zur Zukunft“ habe ich einen Physiker zitiert, der die miserable CO -Bilanz des Atomausstiegs dar2 stellte. Zu Beginn dieser Debatte will ich ein weiteres Zitat zur Thematik einbringen, diesmal von Prof. Bruno Merk, der mittlerweile in Großbritannien an der Reduzierung des Atommülls durch Transmutation forscht, weil er dies in Deutschland nicht mehr konnte. Er sagte in einem Interview, ich zitiere: „Der Energiegehalt des etwa 16.000 Tonnen hochradioaktiven Brennelementabfalls aus dem Betrieb aller deutschen Kernkraftwerke bis heute könnte Deutschland für fast 300 Jahre mit Strom versorgen.“ Und weiter: „Eigentlich ist das Prinzip geschlossener Brennstoffkreisläufe nicht neu. Übrig bleiben nur noch Spaltprodukte, aber kein spaltbares Material, womit ein Problem des hochradioaktiven Mülls gelöst ist.“ Das sagt ein hoch renommierter Physiker, er ist eben kein Theaterschauspieler. (Beifall AfD) Am Ende blieben ein Zehntel bis ein Zwanzigstel der Ausgangsmengen übrig; bei 16.000 Tonnen, also 80 Tonnen. Hier spielt die Zukunftsmusik. Allerdings nicht in Deutschland, sondern in Großbritannien, während in Deutschland die Kapelle auf der Titanic klampft. Und so wie Herrn Merk geht es anderen hoch erfahrenen Wissenschaftlern und Ingenieuren: Sie wandern aus und nehmen ihr Wissen mit, zulasten des Standorts Deutschland. Während man sich hier seit Jahrzehnten von der Energiegewinnung mittels Kernkraft und der entsprechenden Forschung abgewandt hat, wurden in anderen Ländern erhebliche Fortschritte hinsichtlich der Sicherheit und der Effizienz der Werke gemacht. Hier ist eine Kehrtwende erforderlich, damit das Hochtechnologieland Deutschland nicht den Anschluss und nicht weiter an Attraktivität verliert. (Beifall AfD) Eine Lösung des angeblichen Atommülls, wie es in Großbritannien geschieht, aber auch in Skandinavien oder Nordamerika, ist schlicht politisch nicht gewollt, weil die Grünen damit ihr einziges Argument gegen die Kernkraft und damit ihren letzten verbliebenen Markenkern verlieren würden. Den Pazifismus und den Umweltschutz haben sie ja schon über Bord geworfen. (Beifall AfD) Was in Deutschland politisch gewollt ist, ist eine als Energiewende bezeichnete Transformation. Eine Transformation, die die Verbraucher und die Industrie finanziell schädigt und die Wirtschaft schwächt, eine Transformation, die mit massiver Umweltschädigung durch Flächenversiegelung, Vogelschlag, Gefährdung von Fledermäusen und Insekten und der Beeinflussung der Lebensqualität des ländlichen Raums einhergeht. Eine Transformation, die zu Photovoltaik und Windkraftschrott führt. Allein die nicht recycelbaren Materialien der Windkraftanlagen – Stichwort Carbonfasern – werden mit 15.000 Tonnen pro Jahr beziffert, wie aus der Antwort der Bundesregierung selbst hervorgeht. Hinzu kommen tausende Tonnen Fundamente, die eigentlich wieder abgetragen werden müssten, aber im Boden verbleiben, wenn die Anlagen nicht weiterbetrieben werden. Eine Transformation, die ungeheuren Rohstoffabbau in anderen Regionen der Welt nach sich zieht – Stichwort Lithium oder Kobalt für Elektromobilität – und ihre Befürworter als moralische Heuchler entlarvt; oder seltene Erden für den angeblich grünen Wasserstoff, für den auch noch die Erdgasleitungen teuer umgewidmet werden müssen. Eine Transformation, die zu hunderten Kilometern Trassenschneisen durch Deutschland führt, um Zufallsstrom aus dem Norden in den windarmen Süden zu transportieren, wofür sogar Wälder wie der Wasunger Wald untergraben werden sollen, weil keine Speicher vorhanden sind. Eine Transformation, die zu Energieknappheit und Energiekostenexplosionen führt, die mit kleinen Preisbremsenpflastern zugeklebt werden sollen, damit die Bürger den Mund halten. Eine technologiefeindliche Transformation, die den sauberen Diesel bekämpft, die Hausbesitzer enteignet, das Wohnen teurer macht und vielen Menschen nur noch zum Hals heraushängt, die mit Umweltschutz nichts zu tun hat, sondern nur mit Ideologie. Eine Transformation, die letztendlich dazu führt, dass weniger sichere Kernkraftwerke als jene in Deutschland uns nun mit Atomstrom beliefern, damit es hier nicht zu Blackouts kommt. Deshalb fordern wir die Landesregierung auf: erstens, sich auf Bundesebene dafür einzusetzen, dass der vollständige Ausstieg aus der Kernenergie verhindert und der Weiterbetrieb der noch bestehenden Kraftwerke möglich ist; zweitens, sich auf Bundesebene für die Unterstützung und Förderung der Kernenergieforschung und -entwicklung einzusetzen; drittens, sich auf Bundesebene für ein mittelfristiges Aktionsprogramm zum Ausbau der Kernkraftgewinnung auf der Grundlage der neuesten Technologien, wie sie schon existieren, einzusetzen; viertens, sich auf Bundesebene für eine Beendigung der sogenannten Energiewende und für die Rückkehr zur Energieversorgung auf Basis des ausgewogenen Energiemixes im Sinne der Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Umweltverträglichkeit einzusetzen; und fünftens, zur Vernunft zu kommen. Vielen Dank. (Beifall AfD)

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