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Hoffmann

AfD 02.02.2023 Sitzungen 7/101

Einsatz von Wärmebilddrohnen zum Schutz von jungen Wildtieren auf Landesebene implementieren und auf Bundesebene unterstützen

Vielen Dank, Herr Präsident. In unserem Antrag fordern wir die Unterstützung der Jäger bei der Anschaffung von Wärmebilddrohnen und dadurch die Unterstützung der Landwirte und freiwilligen Helfer durch das Land Thüringen bei der Rettung junger Wildtiere. Keiner kann wollen, dass Tiere auf diese Weise verletzt oder getötet werden. Dieser Mähtod geschieht nun einmal trotz Vergrämung, trotz Absuchaktionen, trotz Sensoren. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat in seiner Sitzung im November 2022 für 2023 zwar Mittel bereitgestellt, aber diese fließen erst ab Juli. Die Finanzierung startet wie bereits erwähnt erst noch, die Richtlinie gibt es noch nicht. Dass in den Jahren 2016 und 2017 durchgeführte Landesprojekt WildManager zur Entwicklung eines UAV-basierten Verfahrens zur Detektion/Vergrämung und Vertreibung von Wildtieren zur Vermeidung von Wildschäden im Pflanzenbau der damaligen Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft hat gezeigt, dass Detektion erfolgreich sein kann. Andere Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen haben entsprechende Programme oder Förderungen bereits eingeführt. In Thüringen haben neben den Jägern und Bauern vor allem Ehrenamtliche und spezielle Vereine dies in Gera, Weimar, im Eichsfeld, in den Landkreisen Saalfeld-Rudolstadt und Hildburghausen unterstützt. Daher unser Antrag, in dem wir feststellen, dass in Thüringen Rehkitze und andere Wildtiere bei der Grasmahd verletzt werden und sterben, dass dieser Tod eine Gefahr für den Artenbestand darstellt und Tierleid durch den Einsatz von Wärmebilddrohnen zur Detektion vor der Mahd verhindert werden kann. (Beifall AfD) Die Landesregierung muss also im Sinne des Tierschutzes Maßnahmen ergreifen, die den Jagdausübungsberechtigten, Landwirten, Helfern und Unterstützern helfen. Diese Unterstützung stellt nicht zuletzt eine Anerkennung der bisher ehrenamtlichen Arbeit dar. Durch den Austausch mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und Bundesländern, die dieses Programm schon haben, kann dann das auch in Thüringen etablierte Programm weiterentwickelt werden. Wir fordern die Landesregierung daher zusammenfassend auf, zu bestehenden Fördermöglichkeiten auf Landesebene für die Anschaffung von Drohnen zum Schutz von Wildtieren ein gleichwertiges Programm zu etablieren, ein Modellprojekt mit Drohnen mit Wärmebildkamera aufzulegen und dabei mit Jagdverbandsvertretern, Landwirten und Wildtierexperten zu kooperieren (Beifall AfD) und den bisherigen Einsatz von Wärmebilddrohnen durch Jagdausübungsberechtigte, Landwirte und Helfer zum Schutz von Tieren bei der Mahd, also im Sinne des Artenschutzes, zu würdigen sowie den Erwerb des Drohnenführerscheins zu unterstützen. Die Landesregierung soll sich darüber hinaus auf Bundesebene dafür einsetzen, dass die Finanzierung der Verhinderung von Tötungen von Tieren bei Mäharbeiten auch in den Folgejahren unterstützt wird. Und da unser Antrag vor zwei Jahren in der 39. Sitzung dieses Landtags von allen Fraktionen abgelehnt wurde, bin ich nun gespannt, mit welchen Argumenten auch dieser Antrag abgelehnt wird. Vielen Dank. (Beifall AfD)

Protokoll ↗