Robert-Martin Montag
Gendern? Nein Danke! Regeln der deutschen Sprache einhalten – keine politisch motivierte Verfremdung der Sprache!
Sehr verehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen,
(Zwischenruf Abg. Möller, AfD: Innen und au-
ßen!)
(Heiterkeit CDU, AfD)
– und das war tatsächlich das Beste, was ich zu dieser Debatte beitragen konnte. Ich bin ein bisschen irritiert, denn ich möchte Ihnen allen vor unserer historischen Verantwortung mal kurz was zitieren, ich darf mal kurz loslegen: „Neben der Alltagssprache existierte eine von Partei und Medien propagierte Sprache. Diese prägte weitgehend die offizielle und institutionelle Kommunikation und wurde insbesondere von den Vertretern der Partei- und Staatsmacht eingeführt und in allen Bereichen des öffentlichen Lebens kontrolliert. Die sprachliche Entwicklung der sogenannten allseitig gebildeten sozialistischen Persönlichkeit wurde demnach bewusst gesteuert. Entgegen tritt uns dieser Sprachgebrauch überwiegend in den Leitartikeln der Zeitungen, Kommentaren der Parteiorgane, den Parteidokumenten des Politbüros der SED.“
(Zwischenruf aus der Fraktion DIE LINKE:
Ah, danke!) Ja, das habe ich bewusst getan.
(Zwischenruf Abg. Möller, AfD: Jetzt haben
Sie das satirische Element abreißen lassen!) Oder man möge sich beschäftigen mit Viktor Klemperers Arbeit Lingua Tertii Imperii, die Sprache im Dritten Reich.
(Zwischenruf Abg. König-Preuss, DIE LINKE:
Das ist nicht Ihr Ernst!) Moment, Sie müssen erst mal zuhören. Ich kann das wirklich nicht leiden, wenn versucht wird, Ihnen eine intellektuelle Brücke zu bauen, die Sie gerne betreten dürfen, und Sie schon vor dem ersten Schritt einbrechen. Tut mir wirklich leid, also meine Güte!
(Heiterkeit CDU, AfD)
Was ich sagen wollte, Frau Kollegin, ist: Sie hätten uns als Freie Demokraten als größte Gegner, sollte in diesem Land jemand auf die Idee kommen, Sprache politisieren zu wollen, möglicherweise Menschen damit umerziehen zu wollen, um ein gesellschaftspolitisches Ziel zu erreichen. Sie hätten uns als größte Gegner, wenn es dafür Gesetze bräuchte, Verordnungen usw. Diese gibt es aber nachweislich in Thüringen nicht und darüber hinaus auch nicht.
(Beifall Gruppe der FDP)
Sprache ist frei und sie muss frei bleiben.
(Beifall Gruppe der FDP)
Und zum Schluss, liebe aufgeregt und erhitzt Diskutierende von links und rechts: Die entscheidende Frage, die die Menschen wirklich draußen in diesem Land interessiert, hat in dieser Debatte mein Fraktionsvorsitzender eben gestellt. Der hat mich nämlich gefragt, warum Mats Hummels eigentlich nicht mit zur WM fährt. Vielen Dank.
(Beifall Gruppe der FDP)
