Cornelia Klisch
Gendern? Nein Danke! Regeln der deutschen Sprache einhalten – keine politisch motivierte Verfremdung der Sprache!
Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Landtagspräsident, wir gendern jetzt „Forelle Müller Art“, habe ich gerade gehört. Ganz neue Vorschläge. Ein Gespenst geht um hier in Thüringen, habe ich das Gefühl. Das ist aber eben nicht das Gespenst des Genderns, sondern meiner Meinung nach ist es das Gespenst der Intoleranz,
(Beifall DIE LINKE, SPD, BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN) ein Gespenst, das zunehmend nur noch ideologiegetriebene Politik und billige Polemik kennt. Ich muss Ihnen ehrlich sagen, ich bin jetzt seit drei Jahren in diesem Parlament und, ich glaube, wenn Sie meine Reden im Kopf haben sollten, ich bin nicht für Gendersternchen bekannt. Mir fällt das nicht immer leicht und ich verwende es sehr selten. Aber Ihr heutiger Antrag und die Art und Weise dieser Eilbefassung, das löst bei mir ähnlich wie bei Herrn Schaft wirklich nur Kopfschütteln aus.
(Beifall DIE LINKE)
Sie haben heute hier diesen Antrag als sehr dringenden Beratungsgegenstand in die Tagesordnung gehoben. Herr Schaft sagte es, wir haben 80 Tagesordnungspunkte. Ich möchte jetzt nicht wiederholen, was wir da alles Dringliches draufhaben, meiner Meinung nach wirklich weitaus bedeutendere Dinge als, wie Sie sagen, das Gendern. Denn seien wir doch einmal ehrlich: Ihr Thema, wo gibt es irgendeine Relevanz für das Leben der Thüringer in diesem Land? Wo beeinträchtigt es irgendwo das Leben eines Thüringers oder erschwert und verschlechtert es die Lebenssituation?
(Unruhe im Hause)
(Zwischenruf Abg. Meißner, CDU: Fragen Sie
doch mal die Leute draußen! Die nervt das!) Ich kann Ihnen sagen, es verschlechtert …
(Unruhe im Hause)
