Jens Cotta
b) Schutz der Bevölkerung und der Weidetiere vor dem Wolf in Thüringen hier: Nummern II und III
Vielen Dank, Frau Präsidentin. Ich muss noch mal was zum Staatssekretär Möller sagen wegen des leidigen Themas „Jagdrecht“. Es ist immer erstaunlich: Beim Wolf hat man Probleme, Jagdzeiten zu ändern, bei der Verkürzung der Schonzeit von Rehwild ist das irgendwie kein Problem, aber der Sachverhalt ist genau der gleiche. Und wenn Sie sagen, dass Sie keine Jäger finden, die einen Wolf entnehmen, liegt das einfach daran, dass ein Tier über das Naturschutzrecht freigegeben wird. Und wie will man denn bitte in der Natur feststellen, dass das Tier, das man vor sich sieht, genau der Wolf ist, der zum Abschuss freigegeben ist? Wenn Sie Jäger sind, wissen Sie, wie schwierig das ist, einen Wolf zu erkennen. Das nennt man übrigens „Ansprechen“ bei der Jagd. Auf Frau Maurer möchte ich auch noch mal eingehen und auch auf Herrn Möller. Wenn man sich hier in dieses Plenum stellt, sollte man sich zumindest auf den richtigen Antrag beziehen. Sie haben sich nämlich auf unseren ersten Antrag bezogen. Das Thema „Jagdrecht“ haben wir in unserem zweiten Antrag überhaupt nicht mehr erwähnt.
(Beifall AfD)
Herr Bergner, das war wieder typisch FDP, aber ich möchte mich bei Ihnen bedanken. Sie haben nämlich aus meiner Rede zitiert. Die Wahrheit liegt in der Mitte. Deshalb wundere ich mich, dass Sie unseren Antrag ablehnen, denn offensichtlich teilen Sie ja eine ähnliche Meinung bei dem Thema.
(Zwischenruf Abg. Bergner, Gruppe der FDP:
Wenn es ein Zitat gewesen wäre, hätte ich es gesagt!) Ja, das haben Sie vielleicht versäumt. Das möge Ihnen gegönnt sein. Sie können doch nachher noch mal vor, lassen Sie mich bitte reden. Herr Tiesler, Sie haben geäußert, dass wir Ihren CDU-Antrag kopiert hätten. Das würde im Umkehrschluss heißen, dass Sie Ihren eigenen kopierten Antrag ablehnen. Das ist schon ein bisschen schizophren, oder, liebe CDU?
(Beifall AfD)
Vielen Dank.
