Robert-Martin Montag
Rettungsdienstabdeckung in ganz Thüringen sicherstellen – Rettungswesen und ‑ personal ertüchtigen
Ich habe gerade erst angefangen. Am Ende dann, ich rede nicht ganz durch.
(Beifall Gruppe der FDP)
Da haben wir als Problem, dass wir dann natürlich Ressourcen nutzen, die wir anderweitig besser einsetzen könnten, also diese Frage, auch bei Fehlallokation, bei fehlenden Notrufen, tatsächlich das Rettungsmittel zu finanzieren. Das gibt natürlich eine bessere Finanzierung – dann auch mögliche weitere Fragen, es wurde ja hier angesprochen –, Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter möglicherweise besser zu bezahlen. Was – glaube ich – noch wichtig ist, es ist angesprochen worden: Die Koordination zwischen diesen häufig nicht ganz trennscharfen – bei telefonischer Meldung erfolgt ein Einsatz von Rettungsmitteln. Dafür hat man aber bundesweit die 116 117 eingeführt. Das ist die Vorschaltnummer des Bereitschaftsdienstes. Wenn Sie so wollen, ist das der Desk, wo man als Patient eigentlich zuerst anrufen sollte, damit das nicht passiert, was eben beschrieben wurde. Thüringen ist da jetzt wirklich kein Riesenproblem. Wenn wir über Berlin sprechen, die Wege kurz sind, dann ist das so, die Überlastung der Notaufnahme, weil die Leute einfach keine Lust mehr haben, in die Zeitung zu schauen, welcher Arzt denn heute Bereitschaftsdienst hat. Außerdem weiß man, wo ein Krankenhaus ist. Im Zweifel kriegt man auch da immer Hilfe. Auch wieder Haftungsgründe, selbst wenn es nicht notwendig ist – kennen wir alle die Diskussion, Christoph. Das ist eine Frage, deswegen hat man 116 117 eingeführt. Dort ist die Möglichkeit, sich dorthin zu wenden. Dann wird abgeprüft, ist es erst mal was für den Hausarzt, den Facharzt, also den Bereitschaftsdienst, für den niedergelassenen Bereich, oder ist es tatsächlich – Kopf unter dem Arm – ein echter Notfall, dann ist die Schnittstelle auch vorhanden, sofort zur 112 weiterzuleiten. Damit erhofft man sich, dass die Steuerung der Patienten tatsächlich immer in den Versorgungsbereich gelingt, der adäquat ist für das Problem, was der Patient hat, und der Patient nicht selber entscheidet, gehe ich jetzt in eine sehr teure Struktur Krankenhaus, wo dann viele Untersuchungen zunächst mal gemacht werden müssen – ich habe die Haftungsfrage angesprochen –, oder geht er in den Bereitschaftsdienst. Da gibt es auch viel aus dem Bund, lieber Christoph, was schon angesprochen worden ist, nämlich die sogenannte Portalpraxis, dort, wo der Bereitschaftsdienst direkt vor der Notaufnahme sitzt. Das ist eine Riesendebatte gewesen, da war Thüringen übrigens mit der KV und der Krankenhausgesellschaft gemeinsam ziemlich weit vorn, die an einem Ort jedenfalls Zugang gewährleistet haben, um diese Patienten tatsächlich auch abzufangen, bevor sie erst im Krankenhaus landen und dort Kapazitäten binden, die gar nicht zur Versorgung notwendig sind. Alles gut, alles richtig, alles nicht Thema dieses Antrags, aber das eigentliche Problem. Deswegen freue ich mich dennoch auf eine Debatte, denn ich glaube, was die technologische Ausstattung der Rettungsmittel anbetrifft, da kann man sicherlich was machen. Ich habe auch öfter gehört, dass die Ausstattung mit Flugmitteln nicht ausreichend ist. Ich glaube, zwei haben wir, nur einer ist nachtflugfähig, das wird auch kritisiert, das kann man diskutieren. Ich freue mich auf die Diskussion. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und die 3 Sekunden längere Redezeit. Danke sehr.
(Beifall Gruppe der FDP)
