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Möller

19.11.2021 Sitzungen 7/65

Fragestunde

Zunächst mal handelt es sich bei der Registrierung der Unternehmen nicht um die TEAG, sondern um die ThEGA, die Thüringer Energie- und GreenTechAgentur. Die ThEGA hat zusammen mit den IHK Unternehmen abgefragt in Thüringen, wo in den nächsten Jahren kurz- und mittelfristig Wasser ­ stof einsatz angestrebt wird, zu erwarten ist, wo f Prozesse umgestellt werden können. Daraus ist dieses Register entstanden und das sind die Unternehmen, die für uns auch sozusagen erst mal An ­ sprechpartner sind. Es wird in Zukunft – und das habe ich auch in der Fragenbeantwortung so dar ­ gestellt – auch in Thüringen über Netze Verteilung geben. Das ist ja nicht ausgeschlossen. Thüringen hat sich nur jetzt an diesem Projekt, was Herr Gottweiss angesprochen hat, nicht beteiligt, weil es im Moment diese Bedarfe in der Form noch nicht gibt und weil die Struktur dieses Netzes auch so ausgelegt ist, das bestimmte Akteure da gar nicht drangekommen wären ohne einen irren Aufwand, der im Moment wirtschaftlich nicht darstellbar ist. Also, es wird zukünftig sicherlich auch in Thüringen Netztransport von Wasserstoff geben. Wir haben ja das generelle Problem, dass wir beim Wasserstoff anders als beim Strom sozusagen eine Gleichzeitigkeit der Entwicklung auf der Verbrauchsseite und auf der Erzeugungsseite haben. Das wird natürlich auch dazu führen, dass man nicht immer ausreichend grünen Wasserstoff zur Verfügung haben wird, deswegen haben wir in unserer Wasserstoffstrategie durchaus zugelassen, dass es für eine Übergangszeit zum Beispiel blauen Wasserstoff geben muss, der da eingesetzt werden kann, wenn die Verbrauchsseite gerade ein bisschen höher entwickelt ist als die Erzeugungsseite. Aber angestrebt werden muss natürlich, sonst macht das Ganze aus unserer Sicht keinen Sinn, dass man letztendlich alle Projekte zukünftig mit grünem Wasserstoff versorgt. Das heißt, man muss im Grunde sozusagen die Verbrauchsseite und die Erzeugerseite parallel hochfahren. Und das sind natürlich besondere Herausforderungen. Beim grünen Strom war es so: Das Stromnetz war da, man hat den grünen Strom eingespeist, hat dafür geworben, dass Verbraucher ihn nutzen; das war relativ unkompliziert im Vergleich zum Wasserstoff. Der Ausbau einer Wasserstoffinfrastruktur ist im Vergleich dazu deutlich anspruchsvoller.

Protokoll ↗