Hoffmann
Wer das Land ernährt, verdient Respekt – Ergebnisorientierten Insektenschutz mit Landwirten umsetzen
Sehr geehrter Herr Präsident, Kolleginnen und Kollegen, liebe Zuschauer am Livestream, das Aktionsprogramm Insektenschutz hat seit Bekanntgabe zu vielen Protesten in mehreren Städten durch Landwirte geführt. Der Grund liegt auf der Hand: Das Programm sieht die Landwirtschaft als den Schuldigen für den Rückgang der Insekten sowohl in der Masse als auch in der Vielfalt. Die Demonstrationen greifen die Gefahr einer Lebensmittelknappheit auf, sollte der Agrarbereich weiter von EU, Bund oder Land gegängelt werden. Positiv wäre hervorzuheben, dass das Programm Geld in die Hand nimmt, um den Zustand der Insektenwelt Deutschlands festzustellen. Positiv aber nur dann, wenn diese Forschung ergebnisoffen erfolgt. Zu kritisieren es allerdings – und das ist leider Ritual in den letzten Jahren –, dass man sich auf die Landwirtschaft einschießt und dabei andere mögliche Faktoren für den Insektenrückgang nicht betrachtet.
(Beifall AfD)
Zu befürchten ist eben genau diese Lebensmittelknappheit einheimischer Lebensmittel und damit eine stärker werdende Abhängigkeit vom Ausland. Daher ist es geboten, dass die Landesregierung gerade für den ländlichen Raum in Thüringen für unsere Landwirte Partei ergreift und die Erweiterung und Ergänzung in der Ursachenforschung des Aktionsprogramms fordert. So möge der Landtag unter anderem feststellen, dass das Aktionsprogramm Insektenschutz keine umfassende Betrachtung aller für den Zustand der Artenvielfalt und den für den Insektenrückgang relevanten Faktoren vorlegt; es vornehmlich auf Eingriffe in die einheimische Landwirtschaft ausgerichtet ist und zu wissenschaftlichen Einbußen in diesem Bereich führt; es eine Begründung für seinen monokausalen Fokus auf die Landwirtschaft schuldig bleibt und die Leistungen der Landwirtschaft für den Naturschutz unzureichend würdigt;
(Beifall AfD)
die regional verankerte Landwirtschaft, die für den Erhalt unserer Heimat unentbehrlich ist, durch immer weitere Auflagen und Eingriffe in ihrer Existenz bedroht wird; damit gerade die regionale Lebensmittelerzeugung und der landwirtschaftliche Mittelstand und Kleinbetrieben wirtschaftlich bedroht sind; Gewinneinbußen die Aufgabe regionaler Landwirtschaftsbetriebe und eine höhere Abhängigkeit vom Lebensmittelimport zur Folge haben; einem Aktionsprogramm gegen das Insektensterben eine breite Berücksichtigung von Faktoren wie Windkraftindustrie, Solarindustrie, Flächenversiegelung, Lichtverschmutzung und Rückgang des Nahrungsangebots sowie eine Betrachtung des die Insekten einschließenden natürlichen Kreislaufs zugrunde liegen muss. Wer Insektenschutz ernst nimmt, muss alle Einflüsse betrachten. Weiteres in der Debatte.
(Beifall AfD)
