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Hoffmann

AfD 21.10.2021 Sitzungen 7/61

Tierschutz in der Corona-Krise ernst nehmen – Tierheimen und anderen Schutzeinrichtungen effektiv helfen

Sehr geehrte Frau Präsidentin, werte Kolleginnen und Kollegen Abgeordnete, liebe Zuschauer am Livestream, die Corona-Politik hat alle Gesellschaftsbereiche ergriffen, auch den Tierschutz. Dieser ist auf ehrenamtlichen Einsatz, freiwillige Helfer und Spenden angewiesen. Tierschutzeinrichtungen wie Tierheime mussten ihre Pforten für Besucher schließen oder diese Besuche reduzieren. Ehrenamtliche waren und sind in ihrer Arbeit eingeschränkt und Veranstaltungen zum Sammeln von Spenden sind ausgefallen. Die Hilfe vom Bund ist ein Tropfen auf den heißen Stein und vom Land gibt es keine zusätzliche Hilfe. Der Deutsche Tierschutzbund machte bereits vor einiger Zeit darauf aufmerksam. Er befürchtete – leider zu Recht –, dass während des Lockdowns und Homeoffice Tiere unbedacht angeschafft werden und danach als Pandemieprodukt in den oder wieder in den Tierheimen landen. Ich zitiere aus der Veröffentlichung des Deutschen Tierschutzbundes „Tierheime in Zeiten von Corona“: „Dazu kommt, dass immer noch wichtige Spendeneinnahmen wegfallen, da Vereinsfeste oder Tage der offenen Tür noch nicht wie vor Corona durch[ge]führt werden können. So fehlt den Tierheimen die Möglichkeit, mit den Veranstaltungen die Spenden einzusammeln, auf die sie so dringend angewiesen sind.“ Dem will unser Antrag Sorge tragen. So möge der Landtag feststellen, dass Tierheime und tierheimähnliche Einrichtungen wie Gnadenhöfe einen wertvollen Dienst für den Tierschutz leisten und darin zu unterstützen sind, dass durch das im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie auferlegte Kontaktverbot und durch Einschränkungen Tierbesuche von Interessenten nur unter erschwerten Bedingungen möglich waren oder noch sind, dass durch die Corona-Maßnahmen der Zutritt für ehrenamtliche Helfer beschränkt oder nicht möglich war oder ist und der Ausfall der Ehrenamtlichen zu einer angespannten personellen Situation in vielen Tiereinrichtungen geführt hat und führt, dass die verhängten Maßnahmen zu finanziellen Einbußen bei den zuvor genannten Einrichtungen geführt haben, weil Vor-Ort-Spenden durch Besucher weggefallen sind, dass aufgrund von verordneten Kontaktoder Besuchsverboten die von Tierheimen zur eigenen Finanzierung ausgeführten öffentlichen Veranstaltungen wie Tage der offenen Tür und andere öffentlichkeitswirksame Termine nicht stattfinden konnten oder können und dadurch ebenso Einnahmen wegfallen, dass das rückläufige Spendenaufkommen in finanzieller Form wie auch in Form von Sachspenden während der Corona-Beschränkungen zu finanziellen Engpässen führt, und letztlich, dass es in Tierheimen aufgrund des während der Corona-Krise verstärkten illegalen Welpenhandels zu höheren Kosten durch Aufnahme aufgegriffener Tiere gekommen ist. Letzteres greift dieses während der Lockdowns aufgetretene Phänomen auf. Die Nachfrage nach Haustieren stieg enorm. Meist junge Hunde und Katzen wurden über das Internet oft aus dem Ausland gekauft. Sie werden, sofern kontrolliert, auf den Transporten aufgegriffen, sind krank, leiden zum Beispiel an Parvovirose und werden dann in die Tierschutzeinrichtungen gebracht. Einige Tierheime berichten über eine regelrechte Welpenschwemme. Das belastet die finanzielle und personelle Situation der Einrichtungen zusätzlich. Hilfe muss jetzt erfolgen. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall AfD)

Protokoll ↗