Dirk Bergner
Kein weiterer Ausbau der Windenergie zu Lasten der Menschen und der Umwelt – Thüringen braucht ein Moratorium für Windenergieanlagen hier: Nummern II und III
Das hatte ich gar nicht erwartet, ich habe gedacht, ich habe nur 1 Minute. Aber vielen Dank, Frau Ministerin, dass Sie mir das ermöglicht haben. Ich will es auch gar nicht ausdehnen, sondern schlicht und einfach noch mal kurz auf die Bemerkung in Richtung Wasserkraft eingehen, die Sie angesprochen haben. Ich will auch erläutern, worum es mir dabei geht. Wir haben vor allem bei Talsperren, also dort, wo die Querbauwerke bereits bestehen, wo die Eingriffe in Umwelt und Natur bereits bestehen, von reichlich über hundert Talsperren in Thüringen – und ich habe dazu auch bereits in der fünften und auch in dieser Legislatur mehrere Kleine Anfragen gestellt – rund 10 Prozent Talsperren, an denen Energie gewonnen wird – nicht der Menge nach, die größten sind sicherlich abgedeckt, das ist auch ganz klar. Aber das heißt, an rund 90 Prozent unserer Talsperren wird keine Energie gewonnen. Wenn wir mal ein System nehmen wie zum Beispiel das Weida-Talsperrensystem, wo früher rund 15 Mühlen gestanden haben – nageln Sie mich jetzt nicht auf plus minus zwei fest, das hätte ich noch recherchieren müssen –, dann haben diese rund 15 Mühlen ja früher auch Energie erzeugt. Und wenn dann heute mit dem anderen Energiepotenzial, was eine Talsperre hat, keine Energie erzeugt wird, lassen wir – auf Deutsch gesagt – Energie, die wir gut gebrauchen können und die auch grundlastfähig ist, schlicht und einfach den Bach runtergehen.
(Beifall Gruppe der FDP)
Deswegen werbe ich dafür, in Sachen Wasserkraft mehr zu tun, und ich glaube auch, dass wir dort noch ein erhebliches Potenzial haben. Das will ich damit sagen. Wenn Sie auf die Fließgewässer abstellen, wo natürlich das Konfliktpotenzial größer ist, werbe ich an der Stelle dafür, nach Lösungen zu suchen und nicht nach Punkten, wie man es verhindert. Lösungen könnten sein, dass man sich technisch Gedanken macht: weg vom Fischschredder zum Beispiel hin zu Schneckenrädern oder zu anderen Siebgrößen usw. Fakt ist: Wir sehen in der Wasserkraft ein deutliches Potenzial zu einem vernünftigeren Energiemix auch im Bereich der alternativen Energien, ohne nur auf eine Quelle zu setzen. Danke schön.
(Beifall Gruppe der FDP)
