Holter
c) auf Antrag der Fraktion der AfD zum Thema: „Schüler und Lehrer unterstützen – Voraussetzungen für einen neuen Schulfrieden und zukünftigen Unterricht sichern.“
Herr Präsident, meine Damen und Herren, die AfDFraktion hat die Aktuelle Stunde beantragt, so will ich mich auch mit dem Redebeitrag von Herrn Jankowski auseinandersetzen. Manchmal, Herr Abgeordneter Jankowski, frage ich mich, ob die AfD-Fraktion hier im Thüringer Landtag laufenden Debatten auch folgt oder nur mit sich selbst beschäftigt ist oder darüber sinniert, wie sie der Demokratie mit verwinkelten Schachzügen neuen Schaden zufügen kann,
(Beifall DIE LINKE, BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-
NEN) wie wir das momentan wieder mal erleben. Warum sage ich das? Rednerinnen und Redner der Koalition, auch der CDU sind darauf eingegangen: Am 30. Juni haben wir hier die gleiche Debatte geführt, also vor drei Wochen. Da hatte die CDU beantragt – ich darf noch mal den Titel nennen –: „Zeit, die Thüringer Schulen fit zu machen. Lernlücken schließen, Ressourcen bereitstellen, Präsenzbetrieb im neuen Schuljahr gewährleisten.“ Das war der Titel und wir hatten eine sehr intensive und engagierte Debatte. Das war auch gut so. Damals haben wir uns mit diesem Thema beschäftigt. Zwei Wochen später, am 14. Juli, beantragt Ihre Fraktion diese Aktuelle Stunde zu den momentanen Herausforderungen des Schulbereichs. Was ist jetzt der Erkenntnisgewinn? Was ist jetzt das Neue, was innerhalb von 14 Tagen passiert ist? Ich kann es nicht beantworten. Die Frage haben sich auch die Rednerinnen und Redner der anderen Fraktionen gestellt. Sind Sie denn wirklich der Meinung, glauben Sie ernsthaft, dass wir in dieser Koalition und dass meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ministerium die Hände in den Schoß legen? Wir arbeiten intensiv daran, das neue Schuljahr vorzubereiten. Ich habe letztes Mal in der Landtagssitzung darüber gesprochen. Wenn wir mal ein Stück zurückblicken und einen Ausblick wagen, dann ist es so, wie das auch Rednerinnen und Redner hier bereits zum Ausdruck gebracht haben. Das wissen wir doch alle nur zu gut, welch schwieriges Schuljahr die Kinder und Jugendlichen, die Lehrkräfte und alle, die an Schulen tätig sind, und die Familien hinter sich gebracht haben. Natürlich gehört es sich, dass man am Ende des Schuljahres dafür dankt. Selbstverständlich! Unter schwierigen Bedingungen haben Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, sonderpädagogische Fachkräfte, Sekretärinnen, Hausmeister Unwahrscheinliches geleistet, um den Kindern noch gute Bildung unter diesen Bedingungen zu ermöglichen. Herzlichen Dank, liebe Kolleginnen und Kollegen, für Ihr Engagement! Lieben Dank, liebe Familien, dass Sie Ihre Kinder unterstützen!
(Beifall DIE LINKE, SPD, BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN) Der Dank geht natürlich auch an die Schülerinnen und Schüler, die unter besonderen Bedingungen, die man so vorher nicht kannte, Herausragendes geleistet haben. Niemand hat hier über die Abiturnoten gesprochen. Thüringen hat das beste Abitur, seitdem die Statistik erhoben wird.
(Unruhe AfD)
Ja, selbstverständlich, weil die Abiturientinnen und Abiturienten – Sie haben keine ...
(Zwischenruf Abg. Höcke, AfD)
Ach, Herr Höcke. Thüringen hat das beste Abitur, seit es statistisch erhoben wird, seit 2007. Worum geht es denn eigentlich? Weil wir entschieden haben, dass die Abschlussklassen in der Schule sind und intensiv auf ihre Prüfung vorbereitet werden.
(Beifall DIE LINKE, BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-
NEN) Ich bin gespannt, Herr Höcke, wie die Abschlüsse in den anderen Prüfungen ausgefallen sind.
(Unruhe AfD)
(Zwischenruf Abg. Höcke, AfD: Lassen Sie
die Schulen doch ganz zu, Herr Minister!)
