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Dirk Bergner

FDP 21.07.2021 Sitzungen 7/53

a) auf Antrag der Fraktion der SPD zum Thema: „Thüringer Interessen bei der Endlagersuche für hochradioaktive Abfälle schützen“

Liebe Kollegen Abgeordnete, liebe Präsidentin, liebe Zuschauer, ich persönlich bin entsetzt über die Akzeptanz in diesem Hause, ein Atomendlager in diesem Land zuzulassen. Warum? (Zwischenruf Abg. Wahl, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Es geht um den Prozess, um das Verfahren!) Ja, warum? – Darf ich reden? Wie ich schon oft in diesem Hause gesagt habe, müssen wir umdenken. Es gibt keinen Müll, da Müll auch Rohstoff ist. Wir brauchen Kreislaufprozesse. (Beifall AfD) Wir werden der verfehlten Atompolitik der Bundesregierung nicht unser schönes Thüringen opfern. Hoch radioaktive Materialien, die in 24.000 bis 1 Million Jahren zerfallen, endzulagern, empfinde ich als ein Verbrechen an Menschen und Natur. Während in Deutschland aus Profitgier der Energiekonzerne die Forschung an Kreislaufprozessen eingestellt wurde, haben andere Länder technische Lösungen entwickelt. In Sibirien beginnt im Jahr 2023 der Bau einer Stromfabrik aus Atommüll, wo die Endprodukte so verbrannt werden, dass die innerhalb von 300 Jahren zerfallen. Als Physikerin sage ich: Mit diesen 300 Jahren müssen wir uns auch nicht zufriedengeben. Auch hier können wir weiter in Forschung investieren, um den Kreislauf zu schließen. Andere Beispiele gibt es auch in den USA, wo das Cleantech-Startup-Unternehmen an einer Endlos-Batterie aus C14 erfolgreich arbeitet.

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